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Satelliten-Fernsehen : HDTV als willkommene Dreingabe

  • -Aktualisiert am

HDTV-Bilder kann man auch ohne Premiere-Abo genießen Bild: dpa

Um hochauflösendes Fernsehen genießen zu können, braucht der Zuschauer nicht mehr grundsätzlich ein Premiere-Abo samt Leihgerät. Mit dem Satelliten-Empfänger von Homecast ist der Einstieg ins HDTV günstiger und einfacher zu haben.

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          Wer HDTV gucken will, das feingerasterte Fernsehen mit 1080 Zeilen, schließt üblicherweise ein Abo für die HD-Spartenprogramme von Premiere ab und ordert dazu eine Premiere-zertifizierte HDTV-Set-Top-Box - zum subventionierten Preis oder gegen Miete. Es gibt aber auch Wege, ohne Abo an HDTV-Bilder zu kommen, etwa vom unverschlüsselt ausgestrahlten HDTV-Kanal Anixe oder von den HD-Parallel-Ausstrahlungen der Sender Pro Sieben und Sat.1. Einen passenden Empfänger bietet Homecast an - für rund 290 Euro, ohne lästige Vertragsbindung und mit einer Ausstattung, die das Premiere-Hardwareangebot in mancher Hinsicht übertrifft. Wir haben uns den HS5101CI genannten Flachbau näher angesehen.

          Für HDTV-Novizen vorab: Ein Gerät wie das Homecast-Modell ist eigentlich eine ganz normale Satelliten-Empfangsbox für digitale Fernsehprogramme aller Art; sie hat lediglich zusätzliche Technik, die auch HDTV-Programme auf die Mattscheibe bringt. Dazu zählt die Fähigkeit, Signale in einer DVB-S2 genannten neuen Satellitenmodulationsart verarbeiten zu können, dazu gehören ein Dekoder-Chip für die Kompressionsart MPEG-4 AVC und eine digitale Video-Ausgangsschnittstelle nach dem neuen Standard HDMI.

          Einfach und selbsterklärend

          Zusätzlich bietet der Homecast zwei Scart-Buchsen für Analogverbindungen zum Fernseher und zum Videorekorder sowie drei Cinch-Buchsen für analoge Komponentensignale. Auf seiner Frontseite hält er, unter einer Klappe versteckt, zwei Common-Interface-Steckplätze bereit, die Module zum Empfang verschlüsselter Abo-Programme aufnehmen können. Also auch für Premiere HD? Diese Möglichkeit schließt Premiere leider aus: Der Sender bietet kein passendes Entschlüsselungsmodul an, weil er die HD-Empfangshardware komplett unter Kontrolle behalten will. Zwar kursieren im Internet unautorisierte Lösungen, aber niemand garantiert ihre Unbedenklichkeit.

          Eigentlich eine ganz normale Satelliten-Empfangsbox

          Dass wir uns mit dem Apparat dennoch anfreunden konnten, hat zwei Gründe. Der erste: Homecast bietet mit seiner HD-Box einen Satellitenempfänger mit einem überzeugend einfachen und selbsterklärenden Bedienkonzept - in der Set- Top-Boxen-Szene alles andere als selbstverständlich. Die Fernbedienung kommt mit wenigen, sinnvoll sortierten Tasten aus, die sofortigen Zugang zu wichtigen Funktionen erschließen. Ein einziger Tastendruck führt zum Beispiel in ein Bild- und Ton-Menü, das unter anderem die Bildformat-Umschaltung im Handumdrehen erledigt.

          Flüssig und gestochen scharf

          Ein anderer Tastenklick sortiert die ellenlange Programmliste alphabetisch und erleichtert damit die Suche. Perfekt funktioniert auch das Zappen: Der Programmwechsel klappt fast ohne Verzögerung. Der zweite Grund ist die Bildqualität: Ob über die HDMI-Schnittstelle oder analoge Komponenten - der Empfänger gibt die Videosignale in tadelloser Qualität aus. Das gilt natürlich besonders für die High-Definition-Programme, die der Homecast flüssig, gestochen scharf und ohne Bildrauschen in Szene setzt.

          So empfiehlt sich diese Box für alle, die ohnehin mit einem neuen Empfänger liebäugeln und die Zeit bis zum Start frei empfangbarer HDTV-Vielfalt schon mal damit überbrücken möchten, sich das Beste aus Anixe & Co herauszufischen.

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