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: Rusedski gibt der ATP die Schuld

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SYDNEY (dpa). Die positive Dopingprobe von Greg Rusedski sorgt eine Woche vor Beginn der Australian Open weiterhin für großes Aufsehen. Der Brite hält sich nach seinem Nandrolon-Befund für ein Bauernopfer und betonte in einer am ...

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          SYDNEY (dpa). Die positive Dopingprobe von Greg Rusedski sorgt eine Woche vor Beginn der Australian Open weiterhin für großes Aufsehen. Der Brite hält sich nach seinem Nandrolon-Befund für ein Bauernopfer und betonte in einer am Sonntag beim Turnier in Sydney verlesenen Erklärung, er habe von seinen Kollegen nur Unterstützung erfahren. "Ich bin besonders durch die Reaktionen der anderen Spieler ermutigt", sagte der gebürtige Kanadier. Rusedski gab die Schuld an seiner positiven Probe der Profivereinigung ATP, deren Betreuer verunreinigte Elektrolytgetränke verteilt hätten. 47 Spieler aus den Top 120 hätten bei auffälligen Tests denselben "analytischen Fingerabdruck" wie er hinterlassen, hieß es in einer Erklärung seiner Anwälte.

          Die ATP verwies zunächst darauf, daß Rusedski im Juli 2003 positiv getestet wurde. Zwei Monate vorher hatte sie die Verteilung von möglicherweise verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln durch ihre Betreuer verboten. Ein ATP-Sprecher sagte am Sonntag, es müsse herausgefunden werden, ob die Ursache für Rusedskis Probe in die Zeit bis Mai 2003 falle. Damals hatte die ATP auch den zunächst für zwei Jahre gesperrten Slowaken Dominik Hrbaty, am Sonntag Turniersieger in Adelaide, rehabilitiert. Bei Hrbaty war eine geringe Menge von Nandrolon gefunden worden.

          Die ATP hat mittlerweile die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) eingeschaltet. Deren Generaldirektor David Howman ging allerdings am Wochenende auf Distanz. "Es könnte auch gar nichts mit Betreuern und Elektrolytgetränken zu tun haben", sagte Howman. "Wir wissen nicht, ob jemand anders die Leute mit etwas versorgt, und müssen mißtrauisch bleiben." Die Zahl von 47 Fällen bezeichnete er als irreführend. Es habe 36 auffällige Testergebnisse im Zusammenhang mit Nandrolon gegeben, bei denen es sich aber nicht um positive Fälle gehandelt habe. "Es gab nur sieben positive Fälle. Aber selbst dies ist eine enorme Zahl, und dafür muß es Gründe geben", sagte Howman.

          Rusedski darf bis zu seiner Anhörung am 9. Februar in Montreal weiterspielen. In Sydney trifft er in der ersten Runde auf den Argentinier Juan Ignacio Chela, der 2001 drei Monate lang gesperrt war.

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