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: Internationales Familientreffen

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"Kontrapunkte" heißt das Thema des neunten Cello-Festivals, mit dem die Kronberg Academy "gewohnte und ausgetretene Pfade" verlassen möchte. "Wir wollen in diesem Jahr auf die besondere Vielfalt cellistischer Ausdrucksformen hinweisen", ...

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          "Kontrapunkte" heißt das Thema des neunten Cello-Festivals, mit dem die Kronberg Academy "gewohnte und ausgetretene Pfade" verlassen möchte. "Wir wollen in diesem Jahr auf die besondere Vielfalt cellistischer Ausdrucksformen hinweisen", sagte der Künstlerische Leiter Raimund Trenkler im Gespräch mit dieser Zeitung. An verschiedenen Spielstätten in Kronberg, aber auch in Frankfurt werden sowohl in 19 Konzerten als auch in Workshops, Filmvorführungen und mehreren Ausstellungen musikalische "Gedanken, Ideen und Geistesblitze vom 17. bis zum 21. Jahrhundert einander gegenübergestellt". Neben komplexen Werken der Klassik und der Moderne enthält das bis zum 4. Oktober vielfältige Aktivitäten spiegelnde Programm auch Unterhaltsames: "Unsere junge Elite sucht nicht den Elfenbeinturm", sagte Trenkler. "Musik ist für jeden Menschen da." Die Förderung hochbegabter junger Musiker sei selbstverständlich nach wie vor ein zentrales Anliegen der Kronberg Academy: "Ich betrachte es als meine Aufgabe, jungen Künstlern Mut zu machen, ihren Weg zu suchen", fügte Trenkler hinzu. Besonders freue ihn, dass die Cello-Festivals und die zahlreichen weiteren Aktivitäten der Kronberg Academy nicht den Charakter einer Kongressveranstaltung, sondern Merkmale eines "Familientreffens" offenbarten.

          Klassische und moderne Zentralwerke der Celloliteratur, aber auch Ur- und Erstaufführungen, Raritäten und sogar Jazzimprovisationen prägen das Programm des Cello-Festivals. Frank Wolff erzählt heute um 20 Uhr in der Stadthalle Kronberg "eine Cellogeschichte zwischen Poesie, Politik und Musik". Die Kremerata Baltica ist morgen um 19 Uhr in der Frankfurter Naxos-Halle zu Gast, tritt am 2. Oktober um 19 Uhr in der Johanniskirche Kronberg auf und ist - zusammen mit dem Ensemble Modern und zahlreichen renommierten Solisten - auch Mitgestalter des - mit Pausen - mehr als vierstündigen Abschlusskonzerts am 4. Oktober um 17 Uhr in der dortigen Stadthalle. Neben dem Geiger Gidon Kremer sind in diesem Jahr die Cellisten Steven Isserlis, Thomas Demenga, David Geringas, Miklós Perényi, Pieter Wispelwey, Mischa Maisky und zahlreiche weitere Persönlichkeiten der internationalen Musikwelt in Kronberg zu Gast. bud.

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