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: "Egal, was kommt"

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olko. WIESBADEN. Wiesbadens Baudezernent Joachim Pös (FDP) wollte allen Mutmaßungen vorbeugen. "Es gibt keinen Grund, heute über Möbel zu spekulieren", sagte er gestern während der Verkehrsfreigabe der Ernst-Galonske-Straße im Gewerbegebiet Petersweg.

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          olko. WIESBADEN. Wiesbadens Baudezernent Joachim Pös (FDP) wollte allen Mutmaßungen vorbeugen. "Es gibt keinen Grund, heute über Möbel zu spekulieren", sagte er gestern während der Verkehrsfreigabe der Ernst-Galonske-Straße im Gewerbegebiet Petersweg. Pös spielte damit auf die Debatte um den Neubau eines Mann-Mobilia-Möbelmarktes im Stadtteil Kastel an.

          Rund 2,5 Millionen Euro hat die Stadt in den Lückenschluss der Galonske-Straße zwischen Georg-Beatzel-Straße und Boelckestraße investiert. Außerdem wurden eine Einmündung der Galonske- in die Boelckestraße angelegt und in einem älteren Abschnitt der Galonske-Straße Parkbuchten und Gehwege ausgebaut.

          Mit dem Lückenschluss soll Pös zufolge zum einen die Kreuzung Otto-Suhr-Ring/Boelckestraße entlastet werden. Zum anderen könnte auf diese Weise das Gewerbegebiet Petersweg-Ost, in dem mehrere Logistik-Unternehmen ihren Standort haben, besser erschlossen werden. Tatsächlich bewertet Wolfgang Oepen den Ausbau der Galonske-Straße positiv. Der Inhaber von Urban City Consultants vermietet in dem Gewerbegebiet Büro- und Lagerflächen. "Für die Kunden ist jede Minute wichtig", sagte er und berichtete von einer Ersparnis von bis zu fünf Minuten.

          Darauf angesprochen, ob der Lückenschluss auch in Zusammenhang mit der möglichen Ansiedlung eines Möbelmarktes stehe, äußerte sich Pös zurückhaltend. "Wir brauchen die Erschließung für die Zukunft des Gewerbegebietes so oder so, egal was kommt." Gegen die von CDU und FDP angestrebte Ansiedlung des Möbelmarktes in Kastel hatte sich der Einzelhandel gewandt. Die Grünen hatten das Projekt schon zu Zeiten der Jamaika-Koalition abgelehnt.

          Die XXXL-Unternehmensgruppe, die die Mann-Mobilia-Märkte betreibt, besitzt in Wiesbaden schon einen Markt an der Äppelallee. Das Unternehmen verfügt über das Baurecht, um den relativ kleinen Markt auf eine Verkaufsfläche von bis zu 90 000 Quadratmeter auszubauen. In Wiesbaden fürchtet man in diesem Falle einen Verkehrskollaps. Ein Ausweg würde sich eröffnen, wenn Mann Mobilia in Kastel einen Neubau eröffnen könnte. Auf das Thema Bau eines neuen respektive Ausbau des bestehenden Marktes angesprochen, sagte der Pressesprecher der Unternehmensgruppe: "Für uns ist derzeit beides eine Option." Man befinde sich noch im Gespräch mit der Stadt.

          Die Wiesbadener Grünen hatten sich in den vergangenen Tagen kritisch zum Ausbau geäußert. Veröffentlichungen in der Presse hätten gezeigt, dass der massive Ausbau des Standortes an der Äppelallee schon beschlossene Sache sei, auch wenn die Stadt einen Möbelmarkt am Petersweg genehmige. Dieser Darstellung widersprach der CDU-Stadtverordnete und Biebricher Ortsvorsteher Wolfgang Gores. Die Grünen sollten "sachlich diskutieren und keine Ängste schüren", sagte er.

          Wie Gores mitteilte, hat er sich bei Robert Röper, Expansionsleiter und Mitglied der Geschäftsführung der XXXL- Unternehmensgruppe, über den Stand der Planungen informiert. Tatsache sei, so Gores, dass Mann Mobilia in Biebrich ein einheitliches Erscheinungsbild mit dem angrenzenden Äppelallee-Center anstrebe und daher seinen Markt bis auf die Linie des Centers vorziehe. Bei der daraus resultierenden Erweiterung handele es sich um eine reine Flächen- und keine Sortimentserweiterung. Diese Erweiterung habe von Beginn an außer Zweifel gestanden und komme unabhängig davon, ob am Petersweg ein neuer Markt entstehe.

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