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: UN verteidigen Kongo-Truppe

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GOMA, 4. November (Reuters/dpa/AFP). Die Vereinten Nationen haben ihre Friedenstruppen gegen Vorwürfe verteidigt, sie würden die Zivilbevölkerung im wiederaufgeflammten Kongo-Konflikt nicht ausreichend schützen.

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          GOMA, 4. November (Reuters/dpa/AFP). Die Vereinten Nationen haben ihre Friedenstruppen gegen Vorwürfe verteidigt, sie würden die Zivilbevölkerung im wiederaufgeflammten Kongo-Konflikt nicht ausreichend schützen. Die UN-Truppe Monuc leiste trotz begrenzter personeller Stärke ihr Äußerstes, um das Mandat im Osten der Demokratischen Republik Kongo so robust wie möglich auszuüben, sagte der Chef für UN-Friedenseinsätze, Alain Le Roy, am Dienstag. Die kongolesischen Behörden hätten erkannt, dass die Tutsi-Rebellen des abtrünnigen Generals Nkunda ohne die Unterstützung der UN-Soldaten noch größere Gebiete eingenommen hätten.

          UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte zuvor den früheren Präsidenten von Nigeria, Olusegun Obasanjo, zu seinem Sondergesandten für Kongo ernannt. Obasanjo solle mit politischen Führern in der Region und der internationalen Gemeinschaft an der Beilegung der Krise im Ostkongo arbeiten. Zudem wurde der frühere Monuc-Chef, Generalleutnant Babacar Gaye aus Senegal, für die kommenden Monate ein weiteres Mal zum Befehlshaber berufen. Ban will sich auf einem Gipfeltreffen mit den Präsidenten Kongos und Ruandas um eine Lösung des Konflikts im Ostkongo bemühen. Er werde bis zum Wochenende oder Anfang der kommenden Woche mit Joseph Kabila und Paul Kagame zusammenkommen, kündigte Ban an. "Ich bin bereit, dafür nach Afrika zu reisen, wenn es nötig ist."

          Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef wurden in Ostkongo Kindersoldaten zwangsrekrutiert. In Flüchtlingslagern in der Region Rutshuru nördlich von Goma seien 37 Kinder zum Dienst in den Mayi-Mayi-Milizen gezwungen worden. Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen traten in den Flüchtlingslagern inzwischen erste Fälle von Cholera auf. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) berichtete zudem von zahlreichen Vergewaltigungen.

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