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: Testwahl für Erdogans AKP

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tens. ISTANBUL, 27. März. Bei den Kommunalwahlen in der Türkei an diesem Sonntag wird die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) des Ministerpräsidenten Erdogan nach allen Umfragen ihre Stellung als mit Abstand populärste politische Kraft des Landes bestätigen.

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          tens. ISTANBUL, 27. März. Bei den Kommunalwahlen in der Türkei an diesem Sonntag wird die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) des Ministerpräsidenten Erdogan nach allen Umfragen ihre Stellung als mit Abstand populärste politische Kraft des Landes bestätigen. Einige Prognosen deuten sogar darauf hin, dass die AKP ihr starkes Ergebnis von der Parlamentswahl 2007, als sie um 47 Prozent der Stimmen erhielt, noch um einige Prozentpunkte wird steigern können. Die "Republikanische Volkspartei" (CHP) von Oppositionsführer Baykal genießt demnach etwa 20 Prozent Zustimmung, für die ebenfalls oppositionelle "Partei der Nationalistischen Bewegung" (MHP) wollen etwa zwölf Prozent der Wähler stimmen.

          In den drei größten Städten des Landes ist die Lage allerdings nicht so eindeutig. Zwar gilt die Wiederwahl des AKP-Kandidaten in Istanbul als nahezu sicher und in Ankara zumindest als wahrscheinlich, doch wird die CHP vermutlich das Bürgermeisteramt in Izmir halten können. Auch in der von Kurden dominierten Stadt Diyarbakir im Südosten des Landes, um die von der AKP ein heftiger Wahlkampf geführt wurde, dürfte es der Kandidat der Regierungspartei schwer haben, sich durchzusetzen. In Istanbul, als deren Bürgermeister Recep Tayyip Erdogan einst seinen Aufstieg zum Regierungschef begann, wird es dem von der AKP zur Wiederwahl nominierten Bürgermeister Kadir Topbas zugetraut, mit 60 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt zu werden. Allerdings wird sein Gegenkandidat Kemal Kilicdaroglu von der CHP vermutlich deutlich mehr Stimmen erhalten als seine Partei im landesweiten Schnitt. Manche wollen in ihm daher mittelfristig einen innerparteilichen Herausforderer des CHP-Chefs Baykal sehen. Nicht zuletzt Baykals geringe Überzeugungskraft als Oppositionsführer wird als Grund für die anhaltende Dominanz der AKP gewertet.

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