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: Sonde Messenger erreicht den Planeten Merkur

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mha. KÖLN, 18. März. Seit Freitagmorgen umrundet und erforscht die amerikanische Raumsonde Messenger den sonnennächsten Planeten Merkur. Zuvor war die Sonde nach einer Flugzeit von rund sechseinhalb Jahren in 15 Minuten so abgebremst ...

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          mha. KÖLN, 18. März. Seit Freitagmorgen umrundet und erforscht die amerikanische Raumsonde Messenger den sonnennächsten Planeten Merkur. Zuvor war die Sonde nach einer Flugzeit von rund sechseinhalb Jahren in 15 Minuten so abgebremst worden, dass sie vom Schwerefeld des Merkurs eingefangen werden konnte. Merkur ist der kleinste Planet im Sonnensystem und weniger als halb so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Wegen der Sonnennähe erreicht die Temperatur an der Oberfläche während des etwa drei Monate dauernden Merkurtages bis zu 430 Grad, eine extreme Belastung für die Sonde, die den Planeten nun ein Jahr lang erkunden soll. Das Interesse der Wissenschaftler gilt dabei vor allem dem rätselhaften Inneren des Planeten: Merkur ist für seine Größe (Durchmesser 4800 Kilometer) viel zu schwer. Er sieht zwar ähnlich aus wie der Mond, ist also von vielen Kratern zernarbt, muss aber im Inneren einen sehr großen Eisenkern haben, der im Verhältnis viel größer ist als der Eisenkern der Erde. Möglicherweise hat Merkur bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Himmelskörper einen Teil seiner Gesteinshülle verloren. Die Europäische Weltraumagentur Esa will 2013 eine eigene Raumsonde zum Merkur entsenden, die von 2020 an den Planeten weiter erforschen soll.

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