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: Nahles: Sarrazin missbraucht Namen der SPD

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mk./ruh. BERLIN/FRANKFURT, 26. August. Auch am Donnerstag ist der ehemalige SPD-Politiker Thilo Sarrazin für seine neuen Äußerungen zur Integration von muslimischen Migranten heftig kritisiert worden.

          mk./ruh. BERLIN/FRANKFURT, 26. August. Auch am Donnerstag ist der ehemalige SPD-Politiker Thilo Sarrazin für seine neuen Äußerungen zur Integration von muslimischen Migranten heftig kritisiert worden. Die Berliner SPD, die ihn im März nach ähnlichen Äußerungen nicht ausgeschlossen hatte, erwägt nun wieder ein neues Verfahren. Ihr Vorsitzender Michael Müller will prüfen, ob es "neue Anhaltspunkte gibt". SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, Sarrazin missbrauche den Namen der SPD. Mehrere Politiker der Grünen und der Linkspartei forderten Sarrazins Abberufung aus dem Vorstand der Bundesbank. Sarrazin vertrete NPD-Positionen und sei ein Rassist, sagte eine Linke-Politikerin. Auch der CDU-Politiker Polenz und Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zeigten sich empört. Der Zentralrat der Juden in Deutschland forderte Sarrazin dazu auf, in die NPD einzutreten. Sarrazin bezeichnete den Vorwurf des Rassismus gegenüber dieser Zeitung am Donnerstag als "absurd". Er argumentiere aufgrund kultureller Beobachtungen. (Siehe Seite 4.)

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