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Leserbrief : Eine wachsende Kluft

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In der Debatte um Sarrazin ist ein Phänomen erkennbar, das Elisabeth Noelle-Neumann schon vor vierunddreißig Jahren beschrieben hatte: das Auseinanderklaffen von Bevölkerungsmeinung und Journalistenmeinung (vergleiche Noelle-Neumann: ...

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          In der Debatte um Sarrazin ist ein Phänomen erkennbar, das Elisabeth Noelle-Neumann schon vor vierunddreißig Jahren beschrieben hatte: das Auseinanderklaffen von Bevölkerungsmeinung und Journalistenmeinung (vergleiche Noelle-Neumann: Die Entfremdung; in: Hans Mathias Kepplinger: Angepasste Außenseiter, Freiburg 1979, Seiten 260 bis 281). Während in der Bevölkerung eine beträchtliche Zustimmung zu Sarrazins Aussagen besteht (das legen Online-Abstimmungen, auch jene in dieser Zeitung, nahe), wird er in den Medien größtenteils bekämpft. Im Übrigen enttäuscht Sarrazin mit seiner auf Nationalökonomie und Soziologie gestützten Arbeit all jene, die eine Ansammlung von Parolen und flotten Sprüchen erwarteten, nicht zuletzt die zur Lösung der Probleme unseres Landes völlig unfähigen Rechtsextremisten.

          STEFAN WINCKLER, SCHÖLLKRIPPEN

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