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: Keine Ermittlungen zu Morden von Katyn

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rve. Frankfurt, 31. Mai. Die russische Militärstaatsanwaltschaft lehnt es ab, die Ermittlungen wegen des Massakers von Katyn im Frühjahr 1940 wiederaufzunehmen. Damals hatten Einheiten des sowjetischen Geheimdienstes NKWD auf Befehl ...

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          rve. Frankfurt, 31. Mai. Die russische Militärstaatsanwaltschaft lehnt es ab, die Ermittlungen wegen des Massakers von Katyn im Frühjahr 1940 wiederaufzunehmen. Damals hatten Einheiten des sowjetischen Geheimdienstes NKWD auf Befehl Stalins in Katyn und an anderen Orten im Westen der Sowjetunion etwa 22 000 polnische Offiziere, Beamte, Intellektuelle und Priester ermordet. Die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti zitierte am Montag den obersten Militärstaatsanwalt Russlands Sergej Fridinskij mit den Worten, wegen Verjährung sei eine Wiederaufnahme des 1990 begonnenen und 2004 eingestellten Verfahrens nicht möglich. Der größte Teil der Ermittlungsakten wurde damals zum Staatsgeheimnis erklärt. Die Menschenrechtsorganisation "Memorial" hatte sich vergangene Woche an Präsident Medwedjew mit der Bitte gewandt, dieser solle sich für eine Wiederaufnahme des Verfahrens einsetzen. Die Morde von Katyn sind eines der schwierigsten Themen in den Beziehungen zwischen Polen und Russland. Polen fordert Ermittlungen zu dem Verbrechen, eine Rehabilitierung der Opfer und die Veröffentlichung noch geheim gehaltener sowjetischer Dokumente dazu. Nach dem Absturz des Flugzeugs des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung in Katyn am 10. April war in Polen die Hoffnung genährt worden, dass die Annäherung zwischen beiden Ländern, die damals spürbar wurde, auch zu einer Aufarbeitung der Tat von Katyn führen werde.

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