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: Inland in Kürze

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Zwei Soldaten bei Unfall getötet - Zwei Soldaten der Bundeswehr sind am Montagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf dem Truppenübungsplatz Baumholder in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen. Vier Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt.

          Zwei Soldaten bei Unfall getötet - Zwei Soldaten der Bundeswehr sind am Montagnachmittag bei einem Verkehrsunfall auf dem Truppenübungsplatz Baumholder in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen. Vier Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt. Die Soldaten im Alter von 19 bis 24 Jahren befanden sich nach Angaben der Polizei Trier in einem Militärfahrzeug des Typs Mungo. Aus bisher noch nicht geklärter Ursache kam das Transportfahrzeug auf einer abschüssigen Straße von der Fahrbahn ab, fuhr gegen eine steinerne Panzersperre und wurde in einen Wald geschleudert. Dabei sei der Aufbau des Fahrzeugs abgerissen worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach. Zwei 19 und 23 Jahre alte Männer erlagen noch am Unfallort ihren Verletzungen. Die Opfer sind Angehörige der Luftlandebrigade 26 aus dem saarländischen Lebach und waren zur Ausbildung in Baumholder. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Erstellung eines Gutachtens zur Klärung des Unfallhergangs an. (holl.)

          Wulff soll Tito Orden aberkennen - Der Bundesverband der Landsmannschaft der Donauschwaben und die Donauschwäbische Kulturstiftung haben bei Bundespräsident Christian Wulff beantragt, dem früheren jugoslawischen Staatschef Josip Broz Tito postum das Großkreuz des Bundesverdienstordens abzuerkennen. Partisanenführer Tito sei maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass etwa 200 000 Donauschwaben am Ende des Zweiten Weltkriegs entrechtet und in Massenlager eingewiesen wurden. Allein in den von 1944 bis 1948 betriebenen Lagern hätten mehr als 50 000 donauschwäbische Zivilisten ihr Leben gelassen - vornehmlich Kinder, Frauen und Greise. In einer Zeit, in der auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens ständig neue Massengräber mit Opfern des Tito-Regimes auftauchen, halten es Landsmannschaft und Kulturstiftung für dringend angebracht, die Tito verliehene Auszeichnung postum abzuerkennen. Dem kommunistischen Diktator war die höchste deutsche Ehrung 1974 im Rahmen eines mehrtägigen Staatsbesuches in der Bundesrepublik von Bundespräsident Gustav Heinemann zuteil geworden. (F.A.Z.)

          "CSU soll zahlen" - In Bayern hat die SPD die CSU aufgefordert, die Kosten für demoskopische Umfragen der Staatskanzlei zu übernehmen. Diese hatte in den Jahren 2000 bis 2009 Umfragen in Auftrag gegeben, in denen nach Wahlabsichten gefragt wurde. Die Staatskanzlei wurde deshalb vom Obersten Rechnungshof gerügt; es gehöre nicht zu den Aufgaben einer Regierung, Parteipräferenzen der Bürger zu ergründen. Die SPD sieht die CSU, in deren Interesse die Sonntagsfrage gestellt worden sei, in der Pflicht, die Kosten für die Umfragen in Höhe von 558 302 Euro zu erstatten. (ff.)

          Auftakt für Deutschlandstipendien - Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) hat am Dienstag in Berlin bei einer Auftaktveranstaltung zum Deutschlandstipendium bekanntgegeben, dass inzwischen 1000 Stipendien zur Förderung besonders begabter Studierender fest zugesagt sind. Bis zum Jahresende sollen insgesamt 10 000 begabte und leistungsstarke Studierende in ganz Deutschland mit einem monatlichen Betrag von 300 Euro gefördert werden, der je zur Hälfte vom Bund und von privaten Mittelgebern aufgebracht wird. Das Deutschlandstipendium ist einkommensunabhängig und wird nicht auf das Bafög angerechnet. (oll.)

          "Bürger intensiv beteiligen" - Die rheinland-pfälzische Landesregierung will den "Masterplan" für die Unesco-Welterbestätte "Oberes Mittelrheintal" mit einer "intensiven Beteiligung der Bürger" entwickeln. "Kulturlandschaften leben vom Engagement der Menschen, die sie bewirtschaften und in ihnen leben", sagte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD). Das Unesco-Welterbekomitee hatte Ende Juli 2010 entschieden, dass als Voraussetzung für den geplanten Bau einer Brücke über den Rhein unweit des Loreley-Felsens ein "Masterplan" für das Obere Mittelrheintal erarbeitet wird. Dieser Plan solle mit "Leitideen" eine "Vision" für die Entwicklung des Tals mit seinen Ritterburgen, Fachwerkstädtchen und Weinbergen formulieren, die sich am "außergewöhnlich universellen Wert der Welterbestätte orientiert". (holl.)

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          Donald Trump : „Ich mag Strafzölle“

          Berlin rechnet fest damit, dass Amerika Autoimporte als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen wird. Die Industrie kann die Entscheidung nicht nachvollziehen – und Trump spricht besorgniserregende Worte.