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Leserbrief : Europa-Skepsis

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Zu "Warum Europa die Europäer nicht fürchten sollte" (F.A.Z. vom 10. Juli): Hätte Alfred Gusenbauer seine richtige Analyse, dass man die Information der Bevölkerung nicht der Angstpropaganda der Populisten überlassen kann, selbst befolgt, dann wäre die EU-Skepsis in Österreich nicht so ausgeprägt.

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          Zu "Warum Europa die Europäer nicht fürchten sollte" (F.A.Z. vom 10. Juli): Hätte Alfred Gusenbauer seine richtige Analyse, dass man die Information der Bevölkerung nicht der Angstpropaganda der Populisten überlassen kann, selbst befolgt, dann wäre die EU-Skepsis in Österreich nicht so ausgeprägt. Dies insbesondere in einem Land, in dem von acht Millionen Einwohnern drei Millionen die "Kronenzeitung" lesen, die in übelster Weise Stimmung gegen die EU macht. Ich habe die intensiven objektiven und allgemein verständlichen Informationen und Richtigstellungen von offizieller Seite - und ganz speziell von der sozialdemokratischen - schmerzlich vermisst. Die Frage der Sinnhaftigkeit eines Referendums stellt sich erst, wenn man vorher zu einer breit angelegten, überzeugenden und objektiven Informations-Kampagne bereit ist. Stattdessen schieben Österreichs Politiker unangenehme Themen zu häufig denen in Brüssel zu, was es dem Boulevard und den politischen Simplifizierern leicht macht. All das ist umso ärgerlicher, als Österreich einer der ganz großen Nutznießer der EU - speziell der Erweiterung - ist und dies auch in einfachen Worten erklärbar sein müsste.

          Dr. Franz Hofbauer,

          St. Andrä-Wördern, Österreich

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