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Leserbrief : Die Frage nach der Sachbasis für Horrorszenarien

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Zu "Ein Schiff wird kommen" von Tom-Felix Jöhnk (F.A.Z.-Feuilleton vom 15. September): Bangladesch wird also 2050 in den Meeresfluten versinken. Wer denkt bei solchem Horror noch an langweilige Fakten? Etwa diese: Seit etwa 150 Jahren ...

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          Zu "Ein Schiff wird kommen" von Tom-Felix Jöhnk (F.A.Z.-Feuilleton vom 15. September): Bangladesch wird also 2050 in den Meeresfluten versinken. Wer denkt bei solchem Horror noch an langweilige Fakten? Etwa diese: Seit etwa 150 Jahren werden gleichbleibende, natürliche Meeresspiegelanstiege von zwei bis maximal drei Millimeter pro Jahr gemessen, inzwischen mittels Satelliten. Keine Steigerung in Sicht. Zunehmende Extremwetterereignisse infolge ansteigenden anthropogenen Kohlendioxids sind bis heute ebenfalls nicht nachweisbar. Quellen: "Has Climate Variability or have Climate Extremes changed"? (www.ipcc.ch); ferner Niels-Axel Mörner: "Claim that sea level is rising is a total fraud". Professor Mörner ist schwedischer Klimaprofessor und war Leiter der INQUA-Commission on Sea Level Changes and Coastal Evolution, der Beitrag ist im Internet zu finden.

          Ihr Autor Jöhnk spricht auch zutreffend nur im Futur. Welche Sachbasis haben solche Vorhersagen? Zumindest keine aus Messungen. Sie stammen aus Klima-Computer-Modellen, die weder die Klimavergangenheit noch die seit etwa zehn Jahren wieder stattfindende globale Abkühlung vorhersagen konnten. In den Zeitungsredaktionen hat sich die Abkühlung übrigens noch nicht herumgesprochen, denn auch die F.A.Z. berichtet unbeirrt von abnehmendem Polareis, wogegen seit 2007 wieder Zunahme gemessen wird. Klimamodelle mit Katastrophenaussagen basieren auf sogenannten Rückkoppelungen, für die es keine Messbelege gibt. Ob diese Modelle die Klimazukunft vorherzusagen in der Lage sind, mag man glauben oder nicht. Die von steigenden Meeresspiegeln "bedrohten" Länder wie Bangladesch, die Malediven und andere haben das größte Interesse daran, dass das nichtexistente Meeresanstiegsszenario anhält. Der Westen bläst Kohlendioxid in die Luft, und dafür hat er schließlich zu zahlen.

          PROFESSOR DR. HORST-JOACHIM LÜDECKE, HEIDELBERG

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