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Leserbrief : Alle Rheinland-Pfälzer sind Sponsoren

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Zu "Ein Großprojekt am Nürburgring" (F.A.Z.-Immobilienmarkt vom 14. November): Es mag für die Touristen am Nürburgring unterhaltsam sein, an einer bekannten Rennstrecke eine Veranstaltung zu besuchen, aber aus ökonomischer Sicht ...

          Zu "Ein Großprojekt am Nürburgring" (F.A.Z.-Immobilienmarkt vom 14. November): Es mag für die Touristen am Nürburgring unterhaltsam sein, an einer bekannten Rennstrecke eine Veranstaltung zu besuchen, aber aus ökonomischer Sicht hat die Nürburgring GmbH in den vergangenen Jahren Millionenverluste eingefahren. Jede GmbH ohne staatlichen Einfluss wäre zahlungsunfähig. Alle bisherigen Investitionen haben viele Millionen Euro Steuergelder verschlungen, wurden zuvor als die Rettung unserer Region gepriesen. Teure Projekte mit Baukosten im zweistelligen Millionenbereich, noch vor einigen Jahren errichtet, wurden jüngst dem Erdboden gleichgemacht. Alle Politiker, ob Kommunal- oder Landespolitiker, bezeichnen die Investition von 215 Millionen Euro des Landes Rheinland-Pfalz als Vorstoß in eine neue Dimension. Um die Gewinnschwelle zu erreichen, müssen mindestens 10 000 Besucher täglich Eintritt zahlen. achtzig Millionen Euro sollen durch einen privaten Investor finanziert werden. In Wahrheit sind alle Rheinland-Pfälzer die großen Investoren oder Sponsoren, weil das Land zu neunzig Prozent und der Landkreis Ahrweiler mit zehn Prozent an der Nürburgring GmbH beteiligt sind.

          Siegfried Verdonk, Winnerath/Eifel

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