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: Hilde Gerg ärgert sich als Fünfte nicht

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MEGÈVE (sid). Zum erhofften ersten Sieg in diesem Winter hat es wieder nicht gereicht; dennoch ist Skirennläuferin Hilde Gerg ein guter Start ins neue Jahr gelungen. Beim Superriesenslalom im französischen Ort Megève bestätigte die ...

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          MEGÈVE (sid). Zum erhofften ersten Sieg in diesem Winter hat es wieder nicht gereicht; dennoch ist Skirennläuferin Hilde Gerg ein guter Start ins neue Jahr gelungen. Beim Superriesenslalom im französischen Ort Megève bestätigte die Lenggrieserin mit Rang fünf ihre Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze. Nach zwei zweiten Plätzen sowie einem dritten und einem fünften Rang erreichte die 28jährige Athletin bei ihrem fünften Start in der laufenden Saison abermals eine Plazierung unter den ersten fünf. Richtig zufrieden war Hilde Gerg nach 1:25,62 Minuten allerdings nicht. Dennoch betonte sie erneut, daß ihr nach ihrer Kreuzbandoperation im März 2003 seit Saisonbeginn eine Traumrückkehr in den Weltcup gelungen sei: "Deswegen will ich mich auch nicht so ärgern. Aber ich will auch irgendwann mal wieder siegen, und ich tue alles dafür. Ich fahre Rennen, um zu gewinnen." In ihrem 60. Superriesenslalom seit 1994 verpaßte Hilde Gerg den Sieg um 0,64 Sekunden, fuhr aber zum 39. Mal in ihrer Lieblingsdisziplin unter die Top ten.

          Nicht zu besiegen waren diesmal die Österreicherinnen, die beim ersten Weltcuprennen in Megève seit 17 Jahren einen erfolgreichen Tag erlebten. Zum ersten Mal seit März 1999 fuhr Alexandra Meissnitzer (1:24,98 Minuten) zu einem Weltcupsieg, ihrem zwölften insgesamt. Hinter der Gesamtweltcup-Gewinnerin von 1999, die danach mit einem Kreuzbandriß lange pausieren mußte, landeten ihre Teamkolleginnen Renate Götschl (0,21 Sekunden zurück) und Michaela Dorfmeister (0,42). Auf Rang vier folgte die französische Abfahrts-Olympiasiegerin Carole Montillet (0,56). "Ich bin froh, daß ich so lange durchgehalten habe", erklärte die mittlerweile 30jährige Alexandra Meissnitzer überglücklich. Bei der WM 1999 in Vail (Colorado) hatte sie ebenfalls vor Götschl und Dorfmeister den Titel im Superriesenslalom gewonnen; bei einem Weltcuprennen aber standen erstmals seit fast sieben Jahren wieder drei Damen aus einer Mannschaft auf dem "Stockerl". Dies war zuletzt am 13. März 1997 bei einem Superriesenslalom in Vail den Deutschen gelungen. Damals siegte Katja Seizinger vor Hilde Gerg und Martina Ertl.

          Hilde Gerg machte in Megève fast alles richtig. Vor ihrem Start beäugte sie die ersten fünf Läuferinnen noch in der Kommentatoren-Kabine der ARD, im Rennen ging ihr dann aber ausgerechnet der technisch anspruchsvolle obere Teil der "Piste de l'Etret" ein bißchen daneben. "Da oben habe ich zuviel verloren. Da bin ich ein, zwei Kurven zu brav gefahren, das hat sich gleich gerächt", analysierte die Slalom-Olympiasiegerin von 1998 selbstkritisch ihre Fahrt. Vollends mißlungen ist der obere Streckenteil zwei weiteren deutschen Damen. Zunächst schied die junge Maria Riesch (Partenkirchen) nach 40 Fahrsekunden und einem verpatzten Sprung aus, danach scheiterte Martina Ertl (Lenggries) nach 20 Fahrsekunden an einer Bodenwelle. Ebenfalls nicht ins Ziel kam Petra Haltmayr (Rettenberg). Dagegen hält bei Regina Häusl (Bad Reichenhall) ein leichter Aufwärtstrend an. Die Abfahrtsweltcup-Siegerin von 2000 erreichte den respektablen 15. Rang. Isabelle Huber (Ruhpolding) sammelte mit dem 18. Rang wieder Weltcuppunkte.

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