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Whitney Museum, New York : Jetzt geht's los

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Seit einem Vierteljahrhundert versucht das Whitney Museum of American Art, über das verschachtelte Gebäude, das ihm Marcel Breuer auf die Madison Avenue gestellt hat, hinauszuwachsen. Alle Pläne scheiterten.

          Seit einem Vierteljahrhundert versucht das Whitney Museum of American Art, über das verschachtelte Gebäude, das ihm Marcel Breuer auf die Madison Avenue gestellt hat, hinauszuwachsen. Alle Pläne scheiterten. Bis jetzt. 2011 schon soll der Grundstein für einen Neubau gelegt werden, und zwar im neuen Vergnügungsviertel Meatpacking District. Wo High Line, der bei Einheimischen wie Touristen höchst beliebte Park auf Stelzen, beginnt, soll sich das neue Whitney Museum erheben. Renzo Piano, ohne den anscheinend kein amerikanisches Museum auch nur umgebaut werden darf, steht bereits am Reißbrett. Wenn auch noch keine Skizzen veröffentlicht wurden, weiß das Whitney doch schon, wie viel das neue Heim kosten wird, nämlich 680 Millionen Dollar. Davon liegen bereits 372 Millionen auf dem Spendenkonto, und weitere hundert Millionen mag der Verkauf der Häuser einbringen, die das Museum einst für seine Erweiterungspläne erworben hatte. Auf fünftausend Quadratmeter Fläche und einem großen Dachgarten sollen die 18000 Werke der Sammlung zur Wirkung kommen. Im Breuer-Bau konnten nie mehr als hundertfünfzig Arbeiten gezeigt werden. Ein Verkauf des Gebäudes wäre schwer durchzusetzen, nachdem der Kosmetikerbe Ronald Lauder erst vor zwei Jahren 131 Millionen Dollar mit der Auflage gespendet hatte, das Gebäude "in absehbarer Zeit" nicht zu verscherbeln. Eine Lösung wäre, die Galerien im Altbau gemeinsam mit einer anderen New Yorker Institution zu nutzen. Erste Gespräche mit keinem anderen als dem Metropolitan Museum of Art gab es schon. J.M.

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