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BARCELONA : Nichts erfunden

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Der kolumbianische Schriftsteller Antonio Ungar hat für seinen Roman "Tres ataúdes blancos" (Drei weiße Särge) den mit 18000 Euro dotierten Herralde-Preis erhalten. Die an einem fiktiven Ort spielende politische Satire enthält Elemente, ...

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          Der kolumbianische Schriftsteller Antonio Ungar hat für seinen Roman "Tres ataúdes blancos" (Drei weiße Särge) den mit 18000 Euro dotierten Herralde-Preis erhalten. Die an einem fiktiven Ort spielende politische Satire enthält Elemente, die neben Kolumbien auf Länder wie Venezuela, Peru und Bolivien verweisen. Der politische Alltag in seinem Heimatland, so der 1974 geborene Autor, sei so schrecklich, dass er die Möglichkeiten literarischer Darstellung übersteige. "Ich habe nichts erfunden, sondern nur die Wirklichkeit kopiert." Mehr als von den Werken seines eigenen Kontinents sei er allerdings von der nordamerikanischen Literatur beeinflusst worden, sagte Ungar in Barcelona. Sein Verleger Jorge Herralde, in dessen Verlag Anagrama der Roman erscheinen wird, nannte als Wesensmerkmal des Buches den schwarzen Humor. "Es ist eine Überlebensstrategie", so Herralde. "Über das Tragische zu lachen ist sehr kolumbianisch." P.I.

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