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: Bombenwerkstatt nahe Madrid entdeckt

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MADRID, 28. März (dpa). Gut zwei Wochen nach den Anschlägen mit 190 Todesopfern in Madrid hat die spanische Polizei die mutmaßliche Bombenwerkstatt der Terroristen entdeckt. In einem abgelegenen Landhaus 40 Kilometer südöstlich der ...

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          MADRID, 28. März (dpa). Gut zwei Wochen nach den Anschlägen mit 190 Todesopfern in Madrid hat die spanische Polizei die mutmaßliche Bombenwerkstatt der Terroristen entdeckt. In einem abgelegenen Landhaus 40 Kilometer südöstlich der Hauptstadt stießen die Fahnder auf Spuren des bei den Attentaten benutzten Plastiksprengstoffs "Goma 2". Dort wurden auch Reste von Zündern gefunden, die von den mutmaßlichen Tätern zur Vernichtung von Beweisen verbrannt wurden. Wie die Zeitung "El País" berichtete, entdeckte die Polizei das Haus mit Hilfe von Telekommunikations-Fachleuten. Diese lokalisierten die Gegend, von der aus die mutmaßlichen Terroristen die Chip-Karten in den "Bomben-Handys" aktiviert hatten. Die Bomben, die am 11. März in vier Pendlerzügen explodierten, wurden durch Mobiltelefone gezündet. Die Bombenwerkstatt liegt zwischen den Orten Morata de Tajuña und Chinchón. Dort soll sich auch der flüchtige Anführer des Terrorkommandos aufgehalten haben. Der Mann, dessen Identität den Fahndern bekannt ist, wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er habe sich möglicherweise ins Ausland abgesetzt, hieß es. Anhand der in dem Unterschlupf entdeckten Unterlagen erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise auf seinen Aufenthaltsort.

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