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Urlaub : Spontanreise scheitert oft am Chef

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Der Weg vom Schreibtisch zum Strand führt nur über den Chef Bild: dpa

Sonne und Strand statt Regen und Dunkelheit - viele Berufstätige würden gern dem Novemberblues entgehen und spontan in den Urlaub fahren. Doch einer hat meistens was dagegen.

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          Das Thema ist gerade äußerst aktuell: Die Personalabteilung drängelt, weil der Resturlaub bis zum Jahresende wegmuss und die Reiseveranstalter locken mit Sonderangeboten. Warum also nicht dem tristen deutschen Herbst entgehen und ein paar Tage in die Sonne fliehen? Wenn da nur die liebe Arbeit nicht wäre. Denn einer aktuellen Umfrage zu folge kann fast jeder fünfte Deutsche (17 Prozent) nicht mal eben spontan verreisen, weil die Vorgesetzten keinen kurzfristigen Urlaub genehmigen.  Das gilt vor allem für jüngere und mittlere Altersgruppen zwischen 35 und 44 (26 Prozent) sowie zwischen 18 und 34 Jahren (25 Prozent). Im Vergleich der Regionen schneiden die bayerischen Chefs (23 Prozent) überdurchschnittlich unflexibel ab. Die Umfrage unter mehr als 1000 Arbeitnehmern wurde im Auftrag des Reiseanbieters lastminute.de durchgeführt, aber wie versichert repräsentativ.

          Warum kommen gerade die Jüngeren schlechter mal eben vom Schreibtisch weg? Jeder Vierte gibt als Grund an, dass darauf einfach zu viel Arbeit liegt und hält sich daher für kaum entbehrlich. Das bestätigen vor allem Männer (28 Prozent), Frauen schätzen die Lage etwas entspannter ein (22 Prozent). Berliner (35 Prozent) sowie die Vertreter der Altersgruppe 18 bis 34 (40 Prozent) und 35 bis 44 Jahre (35 Prozent) glauben besonders häufig, dass ohne sie der Laden einfach nicht läuft.

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