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Einkommen : In Deutschland verdienen Frauen deutlich weniger

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Bild mit Seltenheitswert: eine Frau gibt in der deutschen Wirtschaft die Richtung vor Bild: dpa

Kaum irgendwo ist ist die Verdienstlücke zwischen den Geschlechtern so groß wie in Deutschland. Schuld ist die Teilzeitarbeit. Und beim Thema Chefinnen sind wir Schlusslicht. Doch es gibt auch Lob.

          Diese Ergebnisse dürften die Diskussion um Frauenquoten in Unternehmen befeuern: Denn Deutschland hat in einer OECD-Studie zur Geschlechtergleichheit schlecht abgeschnitten. So ist Deutschland, was das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen angeht, unter allen 34 OECD-Ländern auf dem drittschlechtesten Platz. Für mittlere Einkommen liegt die Gehaltslücke bei 22 Prozent, wie aus der Studie „Gleichstellung der Geschlechter“ hervorgeht. Im OECD-Durchschnitt beträgt das Lohngefälle nur 16 Prozent.

          Mehr als die Hälfte des Unterschieds sei auf Teilzeitarbeit
          zurückzuführen, sagte die Leiterin der Abteilung für Sozialpolitik,
          Monika Queisser. In Deutschland arbeiten 62 Prozent der Frauen
          zwischen 25 und 54 Jahren in Teilzeit, im Nachbarland Frankreich
          sind es nur 26 Prozent. Einen Ausweg aus der hohen Teilzeitquote
          sieht Queisser in „guter und bezahlbarer Kinderbetreuung“.




          „Deutschland ist auf dem richtigen Weg“

          Noch schlechter als bei den Gehaltsunterschieden schneidet
          Deutschland beim geschlechterbedingten Rentengefälle ab: dort belegt es unter allen OECD-Ländern den unrühmlichen Spitzenplatz mit dem größten Unterschied zwischen Männern und Frauen. Die Rentenlücke sei auch ein wesentlicher Grund dafür, dass zehn Prozent der Frauen in Altersarmut leben, bemerkt die in Paris ansässige Organisation.

          Was Frauen in Spitzenpositionen angeht, liegt Deutschland auf dem
          letzten Platz noch hinter Japan. Weniger als 6 Prozent der
          Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder in börsennotierten Unternehmen sind Frauen. „Die gläserne Decke existiert auch in Deutschland“, kommentierte Queisser die Zahlen. Spitzenreiter bei den weiblichen Führungskräften ist Norwegen, wo 2003 eine Frauenquote eingeführt wurde. In ihren Schlussfolgerungen würdigte die OECD Maßnahmen wie Elterngeld und Vätermonate, die in Deutschland zur Gleichstellung beitragen. „Deutschland ist da auf dem richtigen Weg“, sagte Queisser.

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