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Dringend gesucht : 120.000 Fachkräfte fehlen in den MINT-Berufen

Vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau fehlen Fachkräfte. Bild: dpa

Zwar steigt die Zahl der Studienanfänger, doch Absolventen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind immer noch rar. Das berichtet das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft.

          Die deutschen Unternehmen suchen weiter Fachkräfte auf den Gebieten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Lücke in den sogenannten MINT-Berufen beziffert die Wirtschaft derzeit auf rund 120.000 Personen.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Trotz der gestiegenen Zahl von Studienanfängern bleibe die Lage angespannt. Die Zahl der MINT-Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung werde langfristig jährlich um rund 100.000 zu niedrig sein. Dies stellt der MINT-Herbstreport des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fest.

          Vor allem Engpässe in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik

          Auf dem Arbeitsmarkt gebe es aber große Unterschiede: In 17 von 24 MINT-Berufen seien mehr offene Stellen als Arbeitslose verzeichnet worden. Besonders groß seien die Engpässe in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Keine Engpässe beständen hingegen bei Chemikern oder Biologen, sagte IW-Direktor Michael Hüther.

          Um die wachsende Lücke zu schließen, müsse die gewerblich-technische Ausbildung gestärkt werden.

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