https://www.faz.net/-1v0-pjut

: Aktienfonds holen zum Jahresende auf

  • Aktualisiert am

sfu. FRANKFURT, 8. Dezember. Der November dürften für die meisten Fondssparer ein vergleichsweise angenehmer Monat gewesen sein. Der F.A.Z.-Feri-Fondsindex (FF-Fondsindex), welcher in Zusammenarbeit mit dem Bad Homburger Fondsanalysehaus ...

          3 Min.

          sfu. FRANKFURT, 8. Dezember. Der November dürften für die meisten Fondssparer ein vergleichsweise angenehmer Monat gewesen sein. Der F.A.Z.-Feri-Fondsindex (FF-Fondsindex), welcher in Zusammenarbeit mit dem Bad Homburger Fondsanalysehaus Feri Trust erstellt wird, signalisiert zumindest für keine der gängigen Anlagestrategien einen Wertverlust. Damit schlagen sich die in diesem Jahr zu beobachtenden Trends an den Finanzmärkten unmittelbar auch in den Fondsportfolios nieder. Bis auf wenige Ausnahmen auf der Einzelfondsebene gab es 2004 weder große Enttäuschungen noch große Gewinne. Sollten deshalb Fondssparer mit einem breit gestreuten Portfolio, die ihrem Finanzberater eine klare Risiko- und Zeitvorgabe gemacht haben, deutlich hinter der Wertentwicklung der einzelnen gemessenen Strategien zurückbleiben, empfiehlt sich vor diesem Hintergrund eine Aussprache über die Produktauswahl.

          Überdurchschnittlich schnitten mit Blick auf den FF-Fondsindex bislang die Strategien ab, die auf einer Rentenfondsanlage im Euroraum basieren. So ist der Teilindex, der den Anlageerfolg einer Mittelfristig orientierten Strategie mit einem Zeithorizont zwischen sechs und zehn Jahren bei einer gleichzeitig niedrigen Risikoneigung mißt, im Jahresverlauf um 4,6 Prozent von 131 auf 137 Punkte angestiegen. Feri Trust zieht dabei zur Berechnung zu zwei Dritteln europäische Rentenfonds und zu einem Drittel offene Immobilienfonds heran. Würde man die inzwischen unter Ertragsdruck stehenden offenen Immobilienfonds herausrechnen, käme der Index sogar auf sein langjähriges Mittel von 5 Prozent Wertzuwachs jährlich - angesichts der andauernden Niedrigzinsphase und der Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten im ersten Dreivierteljahr ein durchaus passables Ergebnis.

          Immerhin hinterläßt aber auch die derzeit zu beobachtende Jahresendrally an den Aktienmärkten, die im November schon ihren Anfang nahm, zunehmend ihre Spuren in den entsprechenden Fonds-portfolios. Nachdem es für Aktienfondsmanager in diesem Jahr bislang alles andere als leicht war, eine über den bedeutenden Marktindizes liegende Rendite zu erwirtschaften, zeichnet sich in den ersten Dezembertagen doch noch eine positive Tendenz ab. Abzulesen ist das etwa am FF-Fondsindex, der den Erfolg einer mittelfristig orientierten Strategie für Anleger mit einer hohen Risikoneigung mißt. Dieser holte im November 2,5 Prozent auf und hat dabei mit einem aktuellen Stand von 102 Punkten auch wieder die Marke von 100 Punkten überwunden.

          Langfristig betrachtet ist dies zwar weiterhin ernüchternd, weil ein Stand von 100 dem Wert des zugrundeliegenden Fondsuniversums im Dezember 1997 entspricht - der Startpunkt für die Berechnung des FF-Fondsindex. Das heißt, daß Fondssparer, die zum damaligen Zeitpunkt eingestiegen sind, sich mit dieser Strategie nach sieben Jahren über einen Wertzuwachs von 2 Prozent freuen dürfen. Das macht deutlich, welch tiefe Spuren die dreijährige Aktienbaisse hinterlassen hat. Fondssparer, die sich von der herrschenden negativen Stimmung gegenüber Aktienfonds jedoch nicht mitreißen ließen und etwa vor knapp einem Jahr auf europäische und global agierende Aktienfonds setzten, können mit Blick auf den entsprechenden Teilindex immerhin einen Wertzuwachs von rund 5 Prozent verzeichnen.

          Allerdings ist der Erfolg dieser Strategie unmittelbarer von der Einzelfondsauswahl abhängig als dies für mittelfristig orientierte Anleger mit geringer Risikoneigung der Fall ist. Für letztere weist selbst der schlechteste Fonds einen Gewinn von 0,4 Prozent aus. Unter den Fonds, die insbesondere für risikofreudige Anleger geeignet sind, finden sich dagegen solche mit einem Verlust von bis zu 17,9 Prozent im Jahresverlauf.

          Der in Zusammenarbeit mit Feri Trust erstellte Fondsindex orientiert sich im Grundsatz an der Struktur der F.A.Z.-Fondsberichterstattung, der zwei wesentliche Kriterien bei der Anlagestrategie zugrundeliegen - Anlagezeitraum und Risikobereitschaft. Weil diese Gesichtspunkte wiederum in jeweils drei Kategorien unterteilt sind (kurzfristiger, mittelfristiger und langfristiger Anlagehorizont; geringe, mittlere und hohe Risikoneigung), ergeben sich insgesamt neun unterschiedliche Anlegerprofile. Je kurzfristiger und je risikoärmer eine Strategie angelegt ist, um so mehr werden ihr offene Immobilienfonds oder Rentenfonds zugeordnet. Je langfristiger und je risikoreicher die Strategie ausfällt, um so mehr Misch- oder Aktienfonds werden zur Berechnung herangezogen.

          Topmeldungen

          Julian Reichelt

          Der Fall Julian Reichelt : Mut, nicht Hochmut

          Der „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt ist seinen Job los. Bei seinem Betragen ist das nur angemessen. Springer-Chef Döpfner hält ihn indes für einen „Rebellen“. Das ist der falsche Begriff.
          Für ihr seit 2014 laufendes Projekt „100Jährige“ lichtet  die Fotografin Katharina Alt, selbst Jahrgang 1980,   hundertjährige oder noch ältere Menschen ab, vor allem in München.   Die ehemalige Schauspielerin Agnes Seuss posiert  hier lachend in Weiß, sie wurde  am 22. Juni 1915 geboren.

          Psychologie des Alters : Hundert und glücklich

          Immer mehr Menschen werden älter als 100 Jahre. Was Hundertjährige glücklich macht, wie sie die Pandemie erlebten und warum es sich lohnen kann, auf einer Insel zu leben, erzählt die Alterspsychologin Daniela Jopp.
          Der steigende Meeresspiegel bedroht küstennahe Stützpunkte. Dutzende amerikanischer Marinestützpunkte weltweit sind davon betroffen. (Aufnahme eines Nato-Manövers 2018 in Norwegen)

          „Grüne“ Streitkräfte : Die NATO stellt sich dem Klimawandel

          Die NATO kann die möglicherweise dramatischen Konsequenzen des Klimawandels für die Sicherheitspolitik nicht mehr länger ignorieren. Sogar die eigenen Streitkräfte sollen „ergrünen“. Ein Gastbeitrag.