Alkoholsucht Alkoholsucht erkennen, bekämpfen und therapieren

Bild zum Artikel Wege aus der Abhängigkeit
Alkoholabhängigkeit entsteht nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich in der Regel schleichend

Wie erkennt man eine Alkoholsucht?

Alkoholabhängigkeit kann Menschen aus sämtlichen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen betreffen. In Deutschland trinken fast alle Erwachsenen mehr oder weniger viel Alkohol. Manche konsumieren sogar regelmäßig große Mengen, gelten aber dennoch nicht als abhängig. Ab wann beginnt also die Alkoholsucht? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu einen klaren Kriterienkatalog vorgelegt und benennt sechs typische Anzeichen:

1. Unbändiges und zwanghaftes Verlangen (craving): Darunter versteht man den unwiderstehlichen, nicht beherrschbaren Drang, Alkohol zu konsumieren. Dieses Verlangen kann auch dann stark sein, wenn noch keine körperliche Abhängigkeit vorhanden ist, also keine körperlichen Symptome auftreten.

2. Kontrollverlust: Ein alkoholkranker Mensch kennt sein Limit nicht mehr. Er kann weder die Menge des konsumierten Alkohols noch den Beginn und die Beendigung des Trinkens kontrollieren.

3. Entzugserscheinungen (Entzugssyndrom): Wenn die übliche Alkoholmenge ausbleibt und es bereits zu typischen Entzugserscheinungen kommt, gilt auch dies als ein Alarmsignal. Zu typischen Entzugserscheinungen zählen Herzrasen, starkes Schwitzen, Mundtrockenheit oder Zitteranfälle. Auch innere Unruhe, Schlafstörungen, Angstzustände und Aggressionen treten häufig auf.

4. Gewöhnungseffekt (Toleranzbildung): Ein Gewöhnungseffekt tritt ein, wenn immer größere Mengen Alkohols konsumiert werden müssen, um die Sucht zu befriedigen, da der Körper sich an die Droge gewöhnt und schließlich eine stetig steigende Dosis benötigt, um den Rauschzustand zu erlangen.

5. Einengung auf Konsum und Beschaffung: Wenn die Fixierung auf das Trinken und die Beschaffung von Alkohol die gesamte Tages- und Freizeitplanung beansprucht, Partner, Freunde, Beruf und Hobbies vernachlässigt werden, spricht dies für ein typisches Sucht- und Abhängigkeitsverhalten.

6. Unfähigkeit zum Verzicht (Abstinenzverlust): Ein suchtkranker Mensch kann selbst dann auf seine Drogen nicht verzichten, wenn die Sucht bereits schwere gesundheitliche oder soziale Konsequenzen hat. Das kann dazu führen, dass Menschen nicht aufhören können zu trinken, obwohl ärztliche Untersuchungen ergeben haben, dass ihre Gesundheit bereits beeinträchtigt ist (zum Beispiel erhöhte Leberwerte oder Leberzirrhose). Oder sie trinken weiter, obwohl sie Probleme in der Familie beziehungsweise mit dem Partner haben oder die Alkoholsucht sogar schon am Arbeitsplatz aufgefallen ist.

Wer sich in drei und mehr der hier beschriebenen Kriterien wiedererkennt, ist laut WHO mit hoher Wahrscheinlichkeit als alkoholabhängig einzuordnen. Doch auch, wenn nur eines der hier genannten Kriterien zutrifft, muss dies als Alarmsignal gewertet und auf jeden Fall ernst genommen werden.

Alkoholsucht bekämpfen – Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

Wenn der erste schwere Schritt, das Bewusstwerden der eigenen Sucht, getan ist, gilt es, die Alkoholsucht zu bekämpfen. Dazu braucht es mehr als nur eine hohe Motivation und Willensstärke. Alkoholsucht ist eine Krankheit und muss dementsprechend auch wie eine Krankheit behandelt werden. Deshalb ist es unerlässlich, sich ärztlichen Rat einzuholen, um weitere therapeutische Maßnahmen einzuleiten.

Der erste Schritt im Kampf gegen die Alkoholsucht ist immer der körperliche Entzug, die sogenannte Entgiftung, während der Körper vollständig vom Alkohol befreit wird. Schließlich ist Alkohol nicht nur ein Rauschmittel, sondern auch ein schädliches Zellgift.

Zur Vermeidung von entzugssymptomatischen Komplikationen wird die Behandlung eines Alkoholentzugs im Rahmen einer stationären Behandlung empfohlen. Hierbei ermöglicht eine medikamentengestützte Entzugsbehandlung einen sanfteren Entzug und minimiert zugleich die Risiken von psychischen und körperlichen Nebenwirkungen. Die körperliche Entzugsbehandlung und die psychische Stabilisierung durch die Komponente der Psychotherapie gehen einher. Hierzu werden die individuellen Ursachen der Sucht ermittelt und therapeutisch aufgearbeitet.

Therapeutische Unterstützung bei Alkoholsucht in einer Suchtklinik

Ein erfolgreicher Entzug bildet das Fundament einer nachhaltigen Suchtbehandlung. Zur Stabilisierung des Behandlungserfolgs und der Sicherstellung einer dauerhaften Abstinenz, sollte nach Abschluss der Entzugsbehandlung idealerweise eine Entwöhnungstherapie erfolgen. Zu den erfolgreichsten psychotherapeutischen Methoden der Alkoholentwöhnung zählt die kognitive Verhaltenstherapie.

Im Verlaufe dieser Therapie werden die psychischen Ursachen der Abhängigkeit betrachtet. Warum greift man in bestimmten Situationen zum Alkohol und findet keine andere Lösung als die Flucht in den Rausch? Welche Auslöser führen immer wieder zum selben falschen Verhalten? Antworten auf diese Fragen können gemeinsam mit geschulten und erfahrenen Therapeuten gefunden und Wege zur Bewältigung gemeinsam erarbeitet werden, um neue konstruktive Verhaltensweisen für ein Leben ohne Alkohol zu erlernen.

Die Lifespring-Privatklinik

In der renommierten Lifespring-Privatklinik in Bad Münstereifel wird ein ganzheitlicher Therapieansatz verfolgt. In Einzel-, Gruppen- und Coaching-Gesprächen oder komplementären Kursen wird gemeinsam mit den Patienten die suchtauslösende Problematik aufgearbeitet, um ihnen sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger und seelischer Ebene Hilfsmittel und Instrumente für eine nachhaltig suchtfreie Lösung dieser Problematik an die Hand zu geben.

In der Lifespring-Privatklinik wird der Alkoholentzug medikamentös begleitet, sodass gesundheitliche Komplikationen nur sehr selten auftreten. Dabei stehen den Patienten ein multidisziplinäres Team aus Ärzten, Psychologen, sowie ein engagiertes Pflegeteam und insgesamt sechs Therapeuten mit unterschiedlichen Spezialisierungen zur Seite

Viele Patienten schätzen neben diesem erleichterten Entzug auch die Möglichkeit, sich mit Therapeuten auszutauschen, die selbst einmal alkoholabhängig waren. Dadurch können sich diese Coaches nicht nur besonders gut in ihre Patienten hineinversetzen, sondern erweisen sich auch als geschulte Experten und qualifizierte Ansprechpartner für persönliche Anliegen.
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