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FAZ.NET-Spezial: 20. Bundesliga-Spieltag : Luca Toni schießt Bayern im Alleingang zum Sieg

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Applaus, Applaus: Dreierpack in Hannover für Luca Toni Bild: AP

Der FC Bayern hat sich vom Sieg des ärgsten Verfolgers aus Bremen nicht beeindrucken lassen. Die Münchener gewannen am Sonntag deutlich in Hannover - dank eines Dreierpacks von Luca Toni. Doch auch der Hamburger SV hält Kontakt zum Spitzenduo.

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          Der FC Bayern München hat seinen Drei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga dank eines Hattricks von Luca Toni erfolgreich verteidigt. Der Rekordmeister setzte sich am Sonntagabend bei Hannover 96 mit 3:0 (0:0) durch und rangiert mit 43 Zählern auf Platz eins vor Werder Bermen (40). Die Treffer für die Bayern erzielte der italienische Torjäger in der 58., 64. und 82. Minute.

          Auf Rang drei hat sich der Hamburger SV mit 37 Punkten vorgeschoben. Die Norddeutschen bezwangen im zweiten Sonntagspiel den VfL Bochum mit 3:0 (1:0) durch Treffer von Ivica Olic (40.) und David Jarolim (64./71.) (Siehe auch: ).

          „Ich glaube, dass wir das zusammen packen“

          Im Keller der Liga wird es für vier Klubs immer düsterer. Das Quartett am Tabellenende verlor kollektiv und droht den Anschluss ans rettende Ufer zu verlieren. Schlusslicht MSV Duisburg unterlag beim 2:3 gegen Meister VfB Stuttgart allerdings ebenso unglücklich erst in der Nachspielzeit wie Arminia Bielefeld bei Hertha BSC (0:1).

          Applaus, Applaus: Dreierpack in Hannover für Luca Toni Bilderstrecke

          Energie Cottbus half beim 0:2 gegen Borussia Dortmund selbst die moralische Unterstützung durch Kanzlerin Angela Merkel auf der Tribüne nichts. Und Thomas von Heesen setzte mit dem 0:2 bei Werder Bremen zwei Tage nach der Uefa-Cup-Schlappe in Lissabon auch seine Liga-Premiere als Trainer des 1. FC Nürnberg in den Sand. Gleichwohl bleibt er optimistisch: „Ich glaube, dass wir das zusammen packen.“

          „Diesmal hat keiner einen Bock geschossen“

          Im Gegensatz zur Konkurrenz gelang Hansa Rostock mit dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt ein ganz wichtiger „Dreier“. Der Vorsprung auf den Tabellen-16. aus Franken beträgt nun schon fünf Punkte. Doch Trainer Frank Pagelsdorf bleibt trotz des Siegtores von Christian Rahn skeptisch: „Vom Punktestand darf man sich nicht benebeln lassen. Jetzt gilt es die Situation richtig auszunutzen.“

          Endgültig aus dem Schneider, was den drohenden Abstiegskampf betrifft, scheint Dortmund dank des zweifachen Torschützen Mladen Petric. Dem Angreifer aus Kroatien gelangen seine Saisontore 10 und 11. Sein Trainer Thomas Doll freute sich vor allem darüber, dass seiner Wackelabwehr endlich wieder Gegentreffer erspart blieben. „Diesmal hat keiner einen Bock geschossen.“

          „Wie kann man nur so viel Pech haben?“

          Andernorts dagegen gab es Fehler zuhauf. Der „Club“, bei dem Ivan Saenko schon nach 20 Minuten mit „Gelb-Rot“ vom Platz musste, ermöglichte Bremen durch weitere individuelle Fehler den glanzlosen 2:0-Erfolg. Duisburg startete nach 0:2-Rückstand (zweimal Mario Gomez) und katastrophaler erster Hälfte noch eine furiose Aufholjagd.

          Zum Entsetzen von Trainer Rudi Bommer jedoch schenkte man dem schlingernden Meister in den letzten Sekunden durch einen Abwehrfehler noch den Sieg. „Wie kann man nur so viel Pech haben“, jammerte der frühere VfB-Profi Christian Tiffert. Stuttgarts Trainer Armin Veh atmete dagegen ein wenig auf nach dem ersten Erfolg im neuen Jahr: „Wir müssen nun die Saison überstehen.“

          „Die Anspannung wird eine besondere sein“

          92 Minuten hielt Bielefelds Defensive in Berlin, doch dann machte Herthas brasilianischer Neuzugang Raffael mit seinem Tor die Hoffnung von Michael Frontzeck auf den ersten Punkt 2008 zunichte. Dennoch bricht beim Arminia-Coach vor dem Abstiegs-Duell am kommenden Samstag gegen Duisburg keine Panik aus. „Die Anspannung wird natürlich eine besondere sein, aber damit können wir umgehen.“

          Bayer Leverkusen (2:2 beim Karlsruher SC) und Schalke 04 (1:2 gegen VfL Wolfsburg) vergaben wertvolle Punkte im Kampf um die begehrtesten internationalen Plätze.

          „Wir müssen jetzt eine harte Hand anlegen“

          In Leverkusen scheinen die Diskussionen, ob der seit Wochen in überragender Form spielende Torhüter René Adler schon zum Nationaltorhüter taugt, derzeit mehr zu interessieren als die Teamleistung. „Er ist enorm reaktionsschnell, gut im Raum und auf der Linie“, lobte Trainer Michael Skibbe seinen Keeper, nachdem die Elf einen 2:0-Vorsprung noch verspielt hatte.

          Noch schlimmer erging es den Königsblauen, die ihre Generalprobe für das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Porto am Dienstag völlig verpatzten. Trotz 1:0-Führung und zahlreicher hochkarätiger Chancen stand unter dem Strich die bittere 1:2-Heimpleite gegen die „Wölfe“. „Wir müssen jetzt eine harte Hand über die Spieler legen und Druck ausüben“, drohte Trainer Mirko Slomka.

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