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Österreichs Notenbank-Chef : „Wir wurden vom Schicksal berufen“

Ewald Nowotny, 75, wurde im Jahr 2008 Chef der österreichischen Notenbank. Heute scheidet er der frühere SPÖ-Politiker und Wirtschaftsprofessor aus dem Amt. Bild: Jacqueline Godany

Ewald Nowotny, Chef der österreichischen Notenbank, zieht Bilanz nach elf Jahren im EZB-Rat. Ein Gespräch über den Teamgeist in der Finanzkrise und eine Zukunft ohne Zinsen.

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          Herr Nowotny, Sie sind einer der erfahrensten Notenbanker Europas. Welches Ereignis ist Ihnen aus den elf Jahren an der Spitze der österreichischen Notenbank am stärksten in Erinnerung geblieben?

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Lehman-Krise. Ich habe mein Amt als Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank am 1. September 2008 angetreten, 14 Tage später ging die Investmentbank Lehman Brothers in Konkurs. Das war eine Zeit, in der man sich nicht sicher war, ob das weltweite Finanzsystem überleben würde. Ich bin da mitten ins Chaos hineingekommen.

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