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F.A.Z. Einspruch exklusiv : Wie eine Reform des Staatsexamens aussehen müsste

  • -Aktualisiert am

Studierende bei Einführungsvorlesung im Erstsemester für das Jurastudium im Auditorium Maximum an der Universität in Freiburg am 20. Oktober 2014. Bild: Picture-Alliance

Eine Umfrage unter Jurastudenten zeigt: Die Unzufriedenheit mit dem Staatsexamen ist groß. Aber was müsste sich konkret ändern? Einige Vorschläge.

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          In den vergangenen Wochen habe ich gemeinsam mit meinem Lehrstuhlteam bundesweit fast 500 Jurastudierende dazu befragt, wie sie das Erste Staatsexamen erleben und was sie daran ändern würden. Schon die Antwort auf unsere erste Frage ließ tief blicken: 97 Prozent der Studierenden fühlen sich durch das Examen psychisch belastet. An der Universität Regensburg existiert bereits ein Projekt, dass sich mit den körperlichen und psychischen Auswirkungen des Staatsexamens befasst.

          Dass Studierende das Examen als große Belastung erleben, ist wenig verwunderlich. Alles, was über Jahre hinweg im Studium geleistet wurde, ist (mit Ausnahme des Schwerpunktbereichs) unerheblich – es zählen allein die wenigen Klausuren, die in den zwei Prüfungswochen des Staatsexamens geschrieben werden. Die Note entscheidet über die berufliche Zukunft. Wer nicht zumindest nah am Prädikat ist, kommt nicht in den Staatsdienst. Und wer das Examen nicht besteht, hat am Ende nichts in der Hand. „Abiturient mit Führerschein“ kommentierte das ein Professor, als ich im ersten Semester studierte.

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