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Einspruch exklusiv : Das Paradox scheinbarer Liberalität

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Bild: dpa

Geschäftsmäßige Suizidassistenz treibt Menschen in den Freitod, die ihn andernfalls nicht gewählt hätten. Das Bundesverfassungsgericht sollte das Verbot dieser Praxis unangerührt lassen.

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          Vor vier Jahren wurde § 217 Strafgesetzbuch, der geschäftsmäßige Suizidassistenz untersagt, mit großer, parteiübergreifender Mehrheit vom Bundestag verabschiedet. Der damalige Präsident des Bundestages, Norbert Lammert, nannte die Entscheidung die bedeutendste der Legislaturperiode. In der Folge wurden Beschwerden vorgetragen, die einen Verstoß gegen Grundrechte behaupten. Wie es um den Paragraphen bestellt ist, liegt nun in den Händen des Bundesverfassungsgerichts.

          Dabei ist daran zu erinnern, dass es nicht um Strafbarkeit von Suizidhandlungen geht. Jeder Mensch hat das Recht, sein Leben zu beenden. Die Ausführung ist nicht schwer. Zumal der Personenkreis, der für einen Anspruch auf Assistenz beim Suizid kämpft, sehr leicht Zugang zu den einschlägigen Mitteln und Instrumenten hat. Es handelt sich fast ausnahmslos um Bessergestellte aus oberen Einkommensschichten.

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