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Kündigungsschutzklage : Wann begann Volkswagen mit den Diesel-Manipulationen?

Bild: dpa

Die Liste der internationalen rechtlichen Risiken für Volkswagen im Diesel-Skandal ist lang. Immer geht es dabei auch um die Frage: Wer hat wann was von den Betrügereien an der Motorensoftware gewusst?

          Die Liste der internationalen rechtlichen Risiken für Volkswagen im Diesel-Skandal ist lang. Immer geht es dabei auch um die Frage: Wer hat wann was von den Betrügereien an der Motorensoftware gewusst? Und wer trägt dafür die Verantwortung? Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat nach langen Ermittlungen im April gegen den früheren VW-Vorstandschef Martin Winterkorn und vier weitere Beschuldigte Anklage erhoben. Vor dem Arbeitsgericht in Braunschweig wird nun an diesem Montag ein anderer Fall verhandelt, der bis an den Anfang des Diesel-Skandals im Herbst 2006 zurückführt. Es geht um den damaligen Leiter der Motorenentwicklung, der gegen seine Entlassung durch VW im letzten Sommer klagt.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Volkswagen sieht in dem Mann einen der Hauptverantwortlichen für die Betrügereien. „Der damalige Leiter Motorenentwicklung hat nach Überzeugung von Volkswagen am 15. November 2006 die Abschalteinrichtung für den amerikanischen Markt genehmigt“, sagte ein Sprecher der F.A.Z. Dieser Verdacht – den das Unternehmen offensichtlich durch interne Ermittlungen schon länger hatte – habe sich durch die Ermittlungen der Braunschweiger Staatsanwälte im Sommer 2018 bestätigt. Damals hatte die Staatsanwaltschaft dem Unternehmen Einsicht in ihre Ermittlungsakten gegeben. VW hatte danach mehreren leitenden Mitarbeitern gekündigt. Zu den Entlassenen gehören dem Vernehmen nach auch vier Beschuldigte, die Winterkorn mit ihren Aussagen schwer belasten.

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          Zweifel an Elektrostrategie von VW Unter Beschäftigten des Volkswagen-Konzerns wachsen die Zweifel an den Plänen zum Ausbau der Elektrofahrzeugfertigung. „Viele fragen sich, ob die Elektromobilität, wie sie gerade aufgesetzt wird, auch tatsächlich fliegt. Schließlich bauen wir ja dafür einen Standort nach dem nächsten um“, sagte der Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh der „Automobilwoche“. Volkswagen hatte im Frühjahr angekündigt, in den nächsten zehn Jahren die Produktion auf 22 Millionen batteriegetriebene Fahrzeuge auf Basis seiner neuen Elektroplattform hochzufahren. Osterloh sagte nun, der jüngst vorgestellte Stromer VW ID.3 sei zwar „ein tolles Auto, mit viel Platz und bis zu 550 Kilometer Reichweite“. Er fügte aber an: „Was nützt es, wenn wir als Unternehmen jetzt die Hardware hinstellen – und im Land fehlt es an der Ladeinfrastruktur?“ Der Auohersteller habe allerdings nur bedingt Einfluss darauf, an wie vielen Stellen Fahrzeuge geladen werden können. „Wenn die nicht funktioniert, dann wird sich das nicht rechnen mit den ID-Modellen. So gesehen ist auch der Staat in der Verantwortung, etwas zu tun, damit es hier genug Arbeitsplätze gibt.“ Der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess hatte zur Konzernstrategie gesagt: „Wie kein anderes Unternehmen unserer Industrie richten wir Volkswagen auf Elektromobilität aus.“ Mehr als 30 Milliarden Euro will Volkswagen bis 2023 in die Elektrifizierung seiner Flotte investieren. tko.