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Der Sonntagsökonom : Kinder an die Macht

Gebt Kindern eine Stimme bei der Wahl. Die Politik könnte dadurch zukunftsfreundlicher werden.

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          Ein Megatrend hat alle westlichen und teils auch die östlichen Gesellschaften der Welt im Griff: die Alterung. Aus niedrigen Geburtenraten und steigender Lebenserwartung resultiert, dass die Gesellschaft im Durchschnitt stetig älter wird. Deutschland ist davon in besonderem Maße betroffen, denn die Geburtenrate ist hier schon seit vierzig Jahren niedrig. 2,1 Kinder je Frau wären der „bestandserhaltende“ Wert für ein Elternpaar, dann bliebe die Zahlenrelation zwischen Alten und Jungen stabil. Die hiesige Geburtenrate liegt aber nur wenig über 1,4 Kinder je Frau. Jede nachwachsende Generation ist somit um fast ein Drittel kleiner ist als die vorige.

          Dazu kommt die steigende Lebenserwartung. Die Zahl der Senioren in der Bundesrepublik nimmt unaufhaltsam zu. Schon jetzt sind mehr als 20 Millionen Menschen im Rentenalter; wenn die „Babyboomer“ der in den späten fünfziger Jahre Geborenen im nächsten Jahrzehnt in den Ruhestand gehen, wird ihr Gewicht noch mal steigen. Droht dann eine „Rentner-Demokratie“, wie sie der verstorbene Bundespräsident Roman Herzog einmal an die Wand malte? Der frühere Präsident des Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn sprach gar von einer „Gerontokratie“ (griechisch für „Herrschaft der Greise“).

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