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Einspruch exklusiv : Ein spannungsreiches Verhältnis

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Mal drohen sie, mal schmeicheln sie sich ein: Medienanwälte versuchen, negative Berichterstattung über ihre Mandanten möglichst zu unterbinden. Eine Studie nimmt die Branche genauer unter die Lupe.

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          Auf kurz oder lang kommt fast jeder Journalist einmal mit ihnen Berührung: Medienanwälte, die sich meist im Namen prominenter Mandanten oder Unternehmen zu Wort melden, um Richtigstellungen zu erwirken, Artikel offline nehmen zu lassen oder gleich ihre Veröffentlichung zu verhindern. Ein branchenspezifisches Phänomen, für das sich sonst niemand zu interessieren braucht, könnte man meinen. Doch je mehr Medien wirtschaftlich unter Druck geraten, und je mehr finanzstarke Unternehmen auf ihre Außenwahrnehmung bedacht sind, desto größer die Gefahr, dass Journalisten bestimmte Themen gar nicht erst anfassen oder schnell wieder fallenlassen und sich in der Folge der gesellschaftliche Diskurs verschiebt.

          Unter anderem diesem Risiko geht eine von der Gesellschaft für Freiheitsrechte und der Otto Brenner Stiftung unterstützte Studie auf den Grund, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Autoren Tobias Gostomzyk, Professor für Medienrecht an der TU Dortmund, und Daniel Moßbrucker, Referent für Informationsfreiheit im Internet bei Reporter ohne Grenzen, haben darin die Antworten von 40 Journalisten und 20 Presserechtlern, Datensätze aus 20 Justiziariaten von Medienunternehmen, die Ergebnisse einer Online-Umfragung und manches mehr ausgewertet, um ein möglichst exaktes Bild der presserechtlichen Praxis in Deutschland zu zeichnen.

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