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Reiserecht : Karlsruhe mahnt Unfallschutz an

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Der Bundesgerichtshof hat die Haftung von Reiseveranstaltern bei Pauschalreisen verschärft.

          hw. BERLIN, 25. Juni. Der Bundesgerichtshof hat die Haftung von Reiseveranstaltern bei Pauschalreisen verschärft. In dem Fall war der sieben Jahre alte Sohn der Urlauberin gegen eine Balkontür gelaufen und hatte sich dabei Schnittverletzungen zugezogen. Die Kläger hatten erfolglos Reisepreis, Entschädigung und Schmerzensgeld verlangt. Doch das Landgericht in der Vorinstanz habe nicht streng genug geprüft, entschieden die Karlsruher Richter jetzt. Es genüge nicht allein, dass die Glastür mit Markierungen versehen war, um vor den Gefahren durch splitterndes Glas zu warnen. Entscheidend sei, ob die Tür so den maßgeblichen örtlichen Bauvorschriften entsprach und damit so sicher war, wie Hotelgäste es erwarten dürften. Anderenfalls sei von einer besonderen Gefährdungslage auszugehen – und dann müsste die Tür besonders gekennzeichnet sein. Die spanischen Bauvorschriften muss nun das Berufungsgericht ermitteln (Az.: 8 O 49/17).

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