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Impfpflicht: Schuld und Sühne : Wer sich und andere schädigt, muss zahlen

Impfgegner am vergangenen Wochenende auf dem Opernplatz in Frankfurt Bild: Lucas Bäuml

Die Angst vor einer weiteren Radikalisierung von Radikalen kann nicht im Ernst dazu führen, dass auf gebotene Maßnahmen der Gefahrenabwehr verzichtet wird.

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          Gespaltene Gesellschaft? Die Mehrheit ist sich weitgehend einig, da hat Olaf Scholz recht. Es ist sogar eine große Mehrheit. Zugleich hat die Minderheit, die Corona entgegen allen Erfahrungen und Erkenntnissen für harmlos und Beschränkungen für falsch hält, selbstverständlich weiterhin alle Rechte zu protestieren und zu demonstrieren. Sie muss aber als Teil des Ganzen wie jeder andere auch alle rechtsstaatlichen Auflagen erfüllen und darf nicht die Mehrheit in Haftung nehmen.

          Die Angst vor einer weiteren Radikalisierung von Radikalen kann doch nicht im Ernst dazu führen, dass auf gebotene Maßnahmen der Gefahrenabwehr verzichtet wird. Polizei und Verfassungsschutz müssen schlicht ihre Arbeit tun, was insbesondere in Sachsen unter jahrzehntelanger CDU-Schlafwagen-Herrschaft auch politisch nicht immer der Fall war und zu einem Hochkochen antistaatlicher Ressentiments führte. Dass dieser Staat keine Diktatur ist, ist aber bemerkenswerterweise auch in westdeutschen Wohlstandsmilieus nicht mehr Allgemeingut. Auch hier kommt unter dem Mantel der Kritik an Corona-Maßnahmen bisweilen ein erstaunliches Bündel aus Ressentiments, Gleichschaltungsphantasien und Wahnvorstellungen zum Vorschein. Die so gern im Munde geführte Freiheit entpuppt sich als Chiffre für Narzissmus. Und Gewalt bitte nur zur Räumung des eigenen Vorgartens von Störern.

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