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Affäre um intime Videos : Pariser Justiz ermittelt gegen Pawlenskij

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Der russische Künstler Pjotr Pawlenskij im Januar 2019 in Paris Bild: AP

Gegen den russischen Künstler Pjotr Pawlenskij wird wegen Verletzung der Privatsphäre und der unerlaubten Veröffentlichung sexueller Bilder ermittelt. Die Staatsanwaltschaft forderte, ihn unter Aufsicht zu stellen.

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          Die Ermittlungen im Eklat um intime Videos des Pariser Bürgermeister-Kandidaten Benjamin Griveaux gehen in die nächste Runde. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den russischen Aktionskünstler Pjotr Pawlenskij wegen Verletzung der Privatsphäre und der unerlaubten Veröffentlichung sexueller Bilder eingeleitet, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hat in diesem Zusammenhang beantragt, Pawlenskij unter Justizaufsicht zu stellen – das heißt, dass er unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt werden würde.

          Griveaux, ein Vertrauter von Staatspräsident Emmanuel Macron, hatte sich am Freitag nach der Veröffentlichung der Videos aus dem Rennen um das Pariser Rathaus zurückgezogen und am Samstag Strafanzeige gestellt. Pawlenskij hatte behauptet, die Videos verbreitet zu haben. Griveaux war im vergangenen Jahr als Macrons Regierungssprecher zurückgetreten, um Pariser Bürgermeister zu werden. Nach seinem Rückzug hat nun die bisherige Gesundheitsministerin Agnès Buzyn die Spitzenkandidatur für Macrons Partei La République en Marche übernommen.

          Die Behörden ermittelten im Zusammenhang mit der Verbreitung der Videos außerdem noch gegen eine weitere Person – eine Frau, die in Verbindung mit Pawlenskij steht. Beide waren bereits am Wochenende festgenommen worden. Pawlenskij ist bekannt für radikale Aktionen. Er nähte sich etwa aus Protest den Mund zu oder nagelte sich am Hodensack auf dem Roten Platz in Moskau fest.

          Pawlenskij war Anfang 2017 aus Angst vor Verfolgung durch die Moskauer Behörden aus Russland geflohen und hatte in Frankreich Asyl erhalten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gleichzeitig gegen den Aktionskünstler in einen anderem Fall wegen des Verdachts der Gewaltanwendung mit einer Waffe – hier wurde nun Untersuchungshaft beantragt.

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