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Einspruch exklusiv : Keiner wird ohne Grund verlassen

  • -Aktualisiert am

Ein Wandgemälde des Straßenkünstlers Banksy anlässlich des Brexit in Dover, Südengland. Bild: AFP

Der Austritt der Briten aus der Europäischen Union muss auch Anlass sein, über Defizite des bestehenden Systems nachzudenken.

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          Der Brexit ist da und mit ihm eine Debatte zur Zukunft Europas. Die kürzlich vom Europäischen Parlament beschlossene Konferenz zur Zukunft Europas folgt deshalb dem richtigen Reformimpuls. Ein „Weiter so“ nach dem Brexit wäre ein falsches Signal. Keiner wird ohne Grund verlassen.

          Geschwächt um einen wichtigen Partner wird sich Europa nun einem immer aggressiveren Wettbewerb stellen müssen. Die volatilen globalen Kräfteverhältnisse machen es immer schwerer, Wohlstandserfolge zu sichern und europäische Werte in der Welt durchzusetzen. Dazu bedarf es Handlungsfähigkeit nach innen und außen. Gleichzeitig wird der Druck steigen, die bisherigen Abstimmungsprozesse innerhalb der Europäischen Union zu reformieren. Dem wachsenden Anspruch auf Transparenz und Mitentscheidung der „European Natives“, also der Generation, die nichts anderes als ein grenzenloses Europa kennt, wird die europäische Folklore kaum standhalten können. Die Konferenz zur Zukunft Europas weckt deshalb berechtigte Erwartungen auf ein stärkeres Europa. Diese Hoffnungen können aber allein auf europäischer Ebene nicht erfüllt werden. Denn viele Probleme Europas haben ihren Kern in den Mitgliedstaaten.

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