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Einspruch exklusiv : Gesundheits- und Datenschutz schließen sich nicht aus

  • -Aktualisiert am

Eine Corona-Tracking-App muss den Datenschutz von Anfang an mitdenken Bild: dpa

Eine App zur Kontaktnachverfolgung könnte theoretisch sogar verpflichtend ausgestaltet werden. Sie darf aber nicht mehr Daten erheben, als unbedingt nötig – und auch diese nur zweckgebunden und zeitlich begrenzt.

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          Weltweit ist man derzeit auf der Suche nach technischen Verfahren, um Infektionsketten zuverlässig und in kurzer Zeit nachzuverfolgen, Kontaktpersonen von Infizierten ausfindig zu machen oder zumindest zu warnen und Infektionsrisiken zu bestimmen. Einige Länder haben zudem Wärmebildkameras an Flughäfen im Einsatz, um anhand der Körpertemperatur der Reisenden mögliche Infektionen zu entdecken. Auch die Überwachung von Isolation und Ausgangsbeschränkungen mittels Mobilfunkdaten, Kreditkarteninformationen, Verkehrskameras und Apps spielt in der aktuellen Diskussion eine Rolle.

          In der Volksrepublik China, Südkorea, Singapur, Israel und anderen Staaten sind derartige Verfahren mit unterschiedlichen Ansätzen bereits Realität. Auch Staaten in Europa arbeiten unter Hochdruck an eigenen Lösungen, die mit hiesigen Werten und rechtlichen Anforderungen vereinbar sind. So hat Norwegen kürzlich per Gesetz den Weg für eine Corona-App bereitet. Österreich diskutiert gegenwärtig die verpflichtende Nutzung einer App.

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