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Verbesserungspotenzial : Was wir uns für die Hochschulen im neuen Jahr wünschen

Lichte Reihen: Juravorlesung an der Uni Frankfurt unter Corona-Bedingungen Bild: Lando Hass

Starke Präsidenten, Präsenzlehre trotz Pandemie und ein genauer Blick auf das Promotionsrecht: Sieben Neujahrswünsche für die Hochschulen der Rhein-Main-Region.

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          1. Enrico Schleiff gewinnt als Frankfurter Uni-Präsident Profil

          Wofür steht Enrico Schleiff? Das ist gleichzeitig leicht und schwer zu beantworten. Leicht, weil der neue Präsident der Goethe-Universität in Wahlprogramm und Antrittsrede seine Agenda pflichtgemäß beschrieben hat: Forschung auf höchstem Niveau fördern, eine zeitgemäße, digital gestützte Lehre ermöglichen, den Austausch zwischen Hochschule und Bürgergesellschaft intensivieren. Nur sind das Gemeinplätze, auf denen sich jeder betätigen muss, der an der Spitze von Hessens größter Uni steht.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Derzeit lässt sich kaum erkennen, was genau der Biologe anders machen will als seine Vorgängerin Birgitta Wolff, die nach einer Amtsperiode abgewählt wurde. Ein radikaler Wechsel des Führungsstils ist jedenfalls nicht zu erwarten: Schleiff, der unter Wolff eine Zeitlang Vizepräsident war, ist ein umgänglicher Typ, er polarisiert nicht. Außerhalb der Hochschule wurde er bisher mehr als Forscher denn als Uni-Politiker wahrgenommen. Profil könnte er zum Beispiel gewinnen, indem er sich für eine lebhafte Debattenkultur einsetzt und dabei auch mal riskiert, die akademischen Triggerwarner und Schutzraumwächter zu verärgern. Nicht markiges Reden, sondern effizientes Wirken hinter den Kulissen zählt dagegen bei der Vorbereitung der Uni auf den nächsten Exzellenzwettbewerb: Hier werden nur die Resultate für oder gegen Schleiff sprechen.

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