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Homeoffice nach der Pandemie : Banker verlieren ihren eigenen Schreibtisch

In welchem Büro brennt noch Licht? Das sagt nur noch wenig darüber aus, in welcher Bank viel gearbeitet wird. Bild: Maximilian von Lachner

Die Banken planen für die Zeit nach der Pandemie. Viele Mitarbeiter bekommen mehr Flexibilität. Aber nicht alle dürfte das freuen.

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          So hart kann das neue Arbeitsleben nach der Pandemie also auch aussehen: Bis Ende August müssen die 1100 Mitarbeiter der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve in Minneapolis nachweisen, dass sie voll geimpft sind, sonst können sie nicht mehr dort arbeiten. Auch wer neu bei dem Ableger der Fed im Mittleren Westen anfangen will, muss einen Impfnachweis vorlegen, wie deren Präsident Neel Kashkari gerade auf der Homepage des Instituts schrieb. Auch die Chefs der großen amerikanischen Investmentbanken machen klare Ansagen dazu, wie sie sich das Arbeiten mit dem Abebben der Pandemie vorstellen. So forderten sowohl Jamie Dimon von JP Morgan als auch David Solomon von Goldman Sachs ihre Mitarbeiter auf, schnellstmöglich in die Büros zurückzukehren.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          So hart wie in Amerika können die Banken in Deutschland nicht durchgreifen. Zum einen dürfen die allermeisten Unternehmen hierzulande ihre Angestellten gar nicht danach fragen, ob sie geimpft sind oder nicht. Zum anderen sind der Kündigungsschutz und die Mitarbeiterbeteiligung deutlich ausgeprägter. So geht es in den deutschen Banken, bei denen wegen der Corona-Einschränkungen teilweise bis zu 90 Prozent der Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, im Moment vor allem um zwei Fragen: wie viel Homeoffice bleibt nach der Pandemie erlaubt und wie viel Büroraum ist eigentlich noch notwendig, wenn viele Banker regelmäßig von zu Hause aus arbeiten?

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