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Der Fondsbericht : Anleihen aus Schwellenländern sind in Mode

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Bild: F.A.Z.

Rentenfonds, die in Anleihen aus Schwellenländern investieren, sind derzeit in Mode. Ein Grund dafür ist, dass diese Märkte höhere Renditen aufweisen als klassische Segmente auf den internationalen Rentenmärkten.

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          Rentenfonds, die in Anleihen aus Schwellenländern investieren, sind derzeit in Mode. Ein Grund dafür ist, dass diese Märkte höhere Renditen aufweisen als klassische Segmente auf den internationalen Rentenmärkten.

          Während deutsche Bundesanleihen derzeit im zehnjährigen Bereich auf eine Rendite von etwas mehr als 3 Prozent kommen, bieten Staatsanleihen aus Brasilien mehr als 4 Prozent, Indonesien sogar gut 7 Prozent.

          Anleihen aus Schwellenländern bieten hohe Renditen bei entsprechenden Risiken

          Derzeit sind Schwellenländer entsprechend stark in unserer aktuellen Auswertung der Rentenfonds mit der besten Wertentwicklung vertreten, wie sie das Fondsanalysehaus Lipper für diese Zeitung berechnet. Außerdem sind viele Fonds in Schwellenländern engagiert, ohne dass dies auf den ersten Blick deutlich wird. Dies kann für Fonds gelten, die Lipper in den Segmenten "Global" oder "Asien Pazifik" führt.

          Der Templeton Emerging Markets Bond, den Michael Hasenstab verwaltet, ist stark in Indonesien, der Ukraine und Südkorea engagiert. Hinzu kommen größere Positionen in Brasilien, Russland und Mexiko. Doch auch den Templeton Global Total Return, der eigentlich kein Schwellenmarkt-Rentenfonds ist, hat Hasenstab stark auf Südkorea (zu gut 10 Prozent des Fondsvermögens), Ungarn (mehr als 7 Prozent) und die Ukraine (knapp 6 Prozent) ausgerichtet.

          Unsere Liste der Besten führt der ZZ1 an, der von Peter Pühringer und Christian Hirschmann gemanagt wird. Pühringer wurde 1942 in Allstedt (heute Sachsen-Anhalt) als Sohn eines Uhrmachers geboren. In den siebziger Jahren arbeitete er als Bauingenieur in Saudi-Arabien. In den achtziger Jahren investierte er in Berliner Immobilien und anschließend in Anleihen. Heute lebt er in Österreich, besitzt in Wien das Palais Coburg und zählt wohl zu den reichsten Männern des Landes, auf jeden Fall zu den schillerndsten. Der ZZ1 ist auf internationale Hochzinsanleihen, überwiegend aus Schwellenländern, spezialisiert. Auch Derivate setzt er ein. Daneben hat er auch einen Fonds, der ZZ2 heißt, und einen dritten, den ZZ3.

          ... die sich in Form ausgeprägter Kursschwankungen zeigen können

          In den vergangenen Jahren wies der ZZ1 durchweg hohe Renditen auf. Allerdings sollten sich Käufer bewusst sein, dass sie kein Produkt einer großen Fondsgesellschaft mit routinierten Investmentprozessen erwerben, sondern den Fonds eines Mannes, der nicht unbedingt vor riskanten, spekulativen Investments zurückschreckt. Deshalb ist der Fonds nicht für jeden Anleger geeignet. Hinzu kommt, dass der ZZ1 weniger transparent ist als vergleichbare Fonds anderer Anbieter.

          In den vergangenen Monaten hat der ZZ1 an Dynamik eingebüßt. In unserer letzten Auswertung der Rentenfonds mit der besten Wertentwicklung Ende März wies der ZZ1 auf ein Jahr gesehen eine positive Rendite von 9,7 Prozent aus, auf sechs Monate aber eine negative von 8,5 Prozent. In unserer jüngsten Auswertung fällt nun auch die Ein-Jahres-Rendite in den negativen Bereich, wenn auch nur leicht mit minus 0,1 Prozent. Auf Sicht von sechs Monaten hat sich die Rendite auf minus 7,7 Prozent leicht verbessert.

          Dass Anleger beim ZZ1 mit größeren Kursschwankungen rechnen müssen, zeigt sich auch in der Standardabweichung, die mit 15,2 die höchste des Fondsvergleichs ist. Das bedeutet, dass die einzelnen Renditen des Fonds stärker um ihren Mittelwert schwanken als bei allen anderen 29 Fonds der Rangliste. Drängen sich die einzelnen Renditen dicht um ihren Mittelwert, gilt der Durchschnitt als repräsentativ und der Fonds als risikoärmer. Allerdings beziehen sich diese Werte nur auf das Kursschwankungsrisiko. Andere Risiken, die sich unter Umständen als gefährlicher für den Anleger erweisen können, lassen sich statistisch oft kaum erfassen. Darunter fällt beispielsweise das Emittentenausfallrisiko.

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