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Verlagsspezial
Die Welt des Gesundheitswesens wird sich immer schneller drehen – Digitalisierung, Vernetzung und Künstliche Intelligenz sind die Treiber.

: Den Standort Deutschland zukunftsfähig machen

Eine zunehmend präzisere Diagnostik, Fortschritte in der Forschung und Real-World-Daten ermöglichen Patienten heute eine immer bessere medizinische Ver­sorgung. Doch es gibt auch Nachholbedarf, vor allem im Hinblick auf die Digi­talisierung. Wird hier nicht rasch gehandelt, könnte Deutschland nicht nur den Anschluss an andere Länder verlieren, sondern eine fehlende Vernetzung könnte sogar Menschenleben kosten.
Bild links: Professor Dr. Thomas F. Hofmann ist Lebensmittelchemiker und seit 2019 Präsident der Technischen Universität München (TUM). 
Bild rechts: Professor Dr. Heyo K. Kroemer ist Pharmazeut und Pharmakologe; seit 2019 ist er Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Interview : „Konzepte für das Krankenhaus von morgen entwickeln“

Neue Technologien und Digitalisierung beschleunigen Medizin und Gesundheitsversorgung. Ein Gespräch mit Heyo K. Kroemer und Thomas F. Hofmann über Lehren aus der Pandemie, die Medizin der Zukunft und die Potentiale moderner Technologien für Menschen und Patienten.
Mit einer Datenerfassung im 24/7-Modus sammeln Techgiganten wertvolle Informationen, auch über die Gesundheit der Nutzer.

: Techgiganten – Retter der Digitalisierung

Unternehmen wie Amazon, Siemens und Alibaba zählen zu den Techgiganten, die sich vermehrt auf den Gesundheitsmarkt konzentrieren. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken: Einerseits können sich Prävention und Versorgung verbessern, andererseits gilt es, Benachteiligungen zu vermeiden.
Bild links: Prof. Dr. Volker Amelung hat seit 2001 eine Professur für Internationale Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover und ist Gründer des inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung in Berlin. Von 2007 bis 2022 war er Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Managed Care e.V. (BMC).
Bild rechts: Inga Bergen ist Expertin für human zentrierte Digitalisierung und Innovation im Gesundheitswesen. Sie hat als CEO die Digital Health-Unternehmen welldoo und magnosco aufgebaut und ist in zahlreichen Beiratsfunktionen aktiv. Ihr Podcast Visionäre der 
Gesundheit erreichte bereits über 300.000 Hörer, sie moderiert, schreibt und referiert regelmäßig zu den Themen Gesundheit und Digitalisierung.

Interview : „Es braucht eine klare Vision“

Zwar hat die Digitalisierung im Gesundheitswesen durch die Pandemie Aufwind erhalten, dennoch gibt es weiterhin Nachholbedarf. Ein Gespräch mit Inga Bergen und Volker Amelung über die Nutzung von Daten, Chancen für die Versorgung und Möglichkeiten, die sich aus dem Innovationsfonds ergeben.
Exzellente Forschung wird nur dann erfolgreiche Unternehmen hervorbringen, wenn die Rahmenbedinungen stimmen.

: Gründer gefangen im Elfenbeinturm

Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt Deutschland in puncto Kommerziali­sierung von akademischer Forschung hinterher. ­Wagnis- und Wachstums­kapital sind dabei wichtige Faktoren. Aber es gibt noch weitere Hindernisse, die es zu beseitigen gilt.
Bild links: Jan Geissler ist Krebspatient und Gründer und Geschäftsführer von Patvocates, einem Thinktank und Beratungsunternehmen für Patientenvertretung, Gesundheitspolitik und medizinische Forschung.
Bild rechts: Professorin Dr. Diana Lüftner ist Chefärztin an der Immanuel Klinik Märkische Schweiz und tätig in der Hochschulambulanz der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane. Sie steht der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs e.V. vor.

Interview : „Patientenbedürfnisse müssen eine zentrale Rolle spielen“

Partizipative Entscheidungen und mehr Mitsprache – das wollen Betroffene auch in der Forschung. Diana Lüftner und Jan Geissler sprechen über die Bedürfnisse der Patienten, deren Einbeziehung in wissenschaftliche Projekte, Fortschritte in der Digitalisierung und die Bedeutung von Informationen.
Mehr als ländliche Idylle: Regionale Versorgungsstrukturen bieten attraktive Ansätze, die die Bevölkerung möglichst lange gesunderhalten wollen.

: Die Chancen der regionalen Versorgung nutzen

Weg von einer zentralistischen, hin zu einer regionalen Versorgung: Erste Umsetzungen dieses Konzepts sind bereits erfolgreich angelaufen, und neue Modelle finden sich im Koalitionsvertrag. Das eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Prävention und Gesundheitserhaltung.

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  • Es ist wie im alpinen Gelände: Wer den Gipfel erreichen möchte, darf vor Herausforderungen nicht zurückschrecken.

    : Der mutige Weg zur Vision Zero

    Die Medizin ist weit von einer Vision Zero entfernt, deren Ziel es ist, vermeidbare Todesfälle zu verhindern. Ein Grund liegt auch in der durch administrative Komplexität und mangelnde Digitalisierung erschwerten klinischen Forschung. Um Deutschland wieder zum attraktiven medizinischen Innovationsstandort zu machen, braucht es eine nachhaltig finanzierte Studieninfrastruktur, gute digitale Strukturen und eine verschlankte Bürokratie.
  • Statements : Medizinische Forschung: Status-quo und Potentiale

    Die vergangenen Jahre belegten die große Bedeutung exzellenter Forschung und innovativer medizinischer Verfahren und Therapien für die Gesellschaft. Bei diesen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten steht Deutschland im Wettbewerb mit anderen Ländern. Experten aus Industrie und Medizin sowie Patienten beurteilen den Status-quo und zeigen Handlungsoptionen auf.
  • Beim Thema Prävention gehen die Meinungen auseinander. Es ist schwierig Kosten und Nutzen klar zu ermessen.

    : Den Wert präventiver Maßnahmen bestimmen

    Die Investitionen in Prävention wurden in den vergangenen Jahren erhöht. Einen Überblick über Aktivitäten und Maß­nahmen auf diesem Gebiet gibt es bisher nicht, doch erste Ansätze wollen Prävention nun messbar machen. Dennoch fehlt es in vielen Bereichen an quantifizierbaren Zielen, anhand derer sich Status quo und Entwicklungen bestimmen lassen.
  • : Die Zukunft der Prävention

    Durch Präventionsmaßnahmen sollen Krankheiten vermieden, früh erkannt, ihr Auftreten verzögert oder zumindest ihr Verlauf positiv beeinflusst werden. Dank prädiktiver Medizin und Technologien wie Künstlicher Intelligenz gelingt das immer besser.