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Verlagsspezial
Ein Virus hat der Welt eine globale Pause beschert. Nun entscheidet sich, welches Land am besten aus dem Startblock kommt.

: Deutschland wird eine entscheidende Rolle spielen

Diese Covid-19-Pandemie stellt die Staaten dieser Welt vor eine der größten Herausforderungen der modernen Zeit. Viele Menschen und Ressourcen fokussieren sich zurzeit noch auf die Bekämpfung der laufenden Pandemie. Doch die Welt muss sich auch auf die nächste Pandemie vorbereiten – und das mit deutscher Hilfe.
Professorin Andréa Belliger ist Prorektorin der PH Luzern. Sie leitet das Institut für Kommunikation und Führung sowie die Online-Fortbildung „Digital Health erfolgreich umsetzen“. 2019 wurde sie unter die 25 einflussreichsten Persönlichkeiten im Gesundheitswesen der Schweiz gewählt.

Peter Albiez ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland sowie Sprecher des Clusters Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg; er setzt sich für ein innovatives Gesundheitswesen mit mehr Prävention und Digital Health ein.

Interview : „Wir brauchen mehr Leidenschaft für Veränderung“

Nur mit Innovationskraft kann das Gesundheitswesen vorankommen. Dazu muss ein Umdenken stattfinden. Andréa Belliger und Peter Albiez sprechen über erfolgreiche Impfkampagnen, den Wert von Gesundheitsdaten und die erforderlichen Änderungsprozesse für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem. Das Interview führte Anna Seidinger.
Die Richtung für ein gutes Gesundheitssystem lässt sich bestimmen, Details können sich in innovativen Umfeldern ändern.

: Die Zukunft beginnt im Hier und Jetzt

Das Gesundheitswesen der Zukunft exakt vorherzusagen kann nicht gelingen. Möglich ist es aber, die Eckpfeiler für eine gute Gesundheitsversorgung und deren Prinzipien zu definieren. Die Politik muss dafür die Weichen stellen. Dem Gemeinsamen Bundesausschuss kommt hier eine besondere Rolle zu: Immerhin entscheidet er über zahlreiche Details der medizinischen Versorgung für 90 Prozent der Bevölkerung.
Professor Dr. Hagen Pfundner ist Vorstand der Roche Pharma AG und Geschäftsführer der Roche Deutschland Holding. Er ist zudem Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VfA). 

Professor Dr. Dr. h.c. Lars P. Feld ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg und Direktor des Walter Eucken Instituts. Von 2011 bis 2021 war er Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Rat der Wirtschaftsweisen“), dessen Vorsitz er von März 2020 bis Februar 2021 innehatte.

Interview : „Wir müssen technologieoffener und risikobereiter agieren“

Im Hinblick auf den Umgang mit der Pandemie hat Deutschland ein deutliches Verbesserungspotential. Lars P. Feld und Hagen Pfundner sprechen über die wirtschaftliche Situation, das deutsche Krisenmanagement und die Bedeutung der biomedizinischen Forschung. Das Interview führte Anna Seidinger.
Mit Abstand betrachtet, zeigen sich für das Gesundheitswesen ungenutzte Möglichkeiten.

: Neue Perspektiven für das Gesundheitssystem

Die Gesundheit des Menschen rückte in den vergangenen Monaten wie nie zuvor in den Mittelpunkt des Interesses. Das wirft die Frage auf, wie zukunftsfähig und zeitgemäß das Gesundheitssystem in Deutschland ist – und wo es Ansätze gibt, um es zu verbessern.

: Was aus der Pandemie folgt

Corona machte deutlich, dass sich die Welt schon zuvor in einer Krise befand. Die Pandemie wird die alte Normalität in eine neue umwandeln. Um diese Transformation zu bewerkstelligen, braucht es eine Revolution der Systeme – und genau darin liegt die große Chance.

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  • Professorin Dr. med. Sylvia Thun ist Direktorin für e-Health und Interoperabilität der Charité Universitätsmedizin Berlin, Berlin Institute of Health (BIH) und Inhaberin der Professur für Informations- und Kommunikationstechnologie an der Hochschule Niederrhein.  

Stefan Vilsmeier ist Gründer und CEO von Brainlab in München.

    Interview : „Es braucht offene Schnittstellen und Interoperabilität“

    Die Digitalisierung hat sich zu einem unverzichtbaren Teil des Gesundheitssystems entwickelt. Ein Gespräch mit Sylvia Thun und Stefan Vilsmeier über die bessere Nutzbarkeit von Daten, das Krankenhaus der Zukunft und die Chancen der Vernetzung. Das Interview führten Anna Seidinger und Miriam Sonnet.
  • Michael Byczkowski ist Global Vice President, Head of Healthcare Industry SAP

Prof. Dr. med. Markus Hohenfellner ist Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg

    Interview : Wie die Digitalisierung den Weg zur Spitzenmedizin ebnet

    Künstliche Intelligenz, vernetzte Daten und intelligente Softwarelösungen können unter anderem Diagnostik und Therapie von Patienten verbessern. Michael Byczkowski und Markus Hohenfellner sprechen über den Wert von Daten, vernetzte Kliniken und Stolpersteine in der Versorgung. Das Interview führte Miriam Sonnet.
  • Statements : Quo vadis, Universitätsmedizin?

    Als Speerspitze im deutschen Gesundheitssystem leistet die Universitätsmedizin Spitzenversorgung für die Patienten. Die Herausforderungen sind durch die Pandemie gewachsen. Experten sprechen über ihre Erfahrungen, bessere Vernetzung und die Perspektiven.
  • Das vergangene Jahr hat die Belastungsgrenzen der Universitätsmedizin aufgezeigt.

    : Die Universitätmedizin in der Krise

    Universitätskliniken nehmen eine zentrale Rolle in der Bekämpfung der Pandemie ein. Hinsichtlich ihrer Finanzierung besteht Handlungsbedarf. Ein Blick auf die Gesamtheit des deutschen Gesundheitssystems fördert weitere verbesserungswürdige Prozesse wie Digitalisierung und Datennutzung zutage.
  • Das Wohl der Patienten ist unabdingbar mit den Mitarbeitern in Kliniken verknüpft.

    : Patientensicherheit: Das oberste Gebot der Versorgung

    Eine Orientierung an dem gesellschaftlich anerkannten Wert der Patientensicherheit ist für ein ­funktionsfähiges Gesundheitswesen von zentraler Bedeutung. Doch hapert es an der ­Umsetzung. Das hat vor allem zwei Gründe: Die ­wirtschaftlichen Interessen von Kliniken ­stehen im Vordergrund, und die Mitarbeiter werden vernachlässigt.
  • Gesundheit hängt von mehreren Faktoren ab: Bildung ist ein entscheidender.

    : Für mehr Gesundheitskompetenz in Deutschland

    Gesundheitsinformationen zu verstehen und Zusammenhänge zu begreifen fällt vielen Menschen schwer. Die Pandemie hat diese Problematik, unter anderem aufgrund von Fehlinformationen und zu kompliziert dargestellten Sachverhalten, verschärft. Um dem entgegenzuwirken, braucht es vor allem Bildung.
  • Alkohol- und Tabakkonsum sind zwei der bekanntesten Faktoren, die das Risiko für Krebs und andere Erkrankungen erhöhen.

    : Das Ziel: 80 Millionen Menschen erreichen

    Für die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems braucht es mehr Gesunderhaltung und Prävention. Dies gilt für Krebs ebenso wie für die anderen großen Volkskrankheiten. Wichtig sind dafür Einrichtungen, die Präventionsforschung und deren Transfer in evidenzbasierten Programmen vereinen.
  • Exzellente biomedizinische Forschung ist die Grundlage für eine bessere Medizin.

    : Gemeinsam schneller zum Patienten

    Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Volkskrankheiten zu verbessern ist Ziel der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Zentraler Schwerpunkt ist die Translation: Ergebnisse aus der Forschung fließen in die Klinik ein und kommen den Menschen direkt zugute.
  • Zehn Gentherapeutika sind bisher zugelassen. Verschiedene Methoden ermöglichen es, die veränderten Gene einzubringen.

    : Die Chancen der Gentherapie besser nutzen

    Nach manchen Rückschlägen werden Gentherapeutika mittlerweile erfolgreich für die Behandlung einzelner Erkrankungen eingesetzt. Doch Deutschland hinkt, vor allem hinsichtlich neuer klinischer Studien, anderen Nationen hinterher. Um aufzuholen, müssen Bürokratie abgebaut und Ressourcen gebündelt werden.
  • Wenn Daten besser zugänglich sind, können sie aus verschiedenen Perspektiven analysiert und Erkenntnisse schneller gewonnen werden.

    : Genomik und Bioinformatik: Treiber für die Digitalisierung

    Nicht erst die Pandemie verdeutlichte, dass sich Forschung und Gesundheitswesen verzahnen müssen, um den medizinischen Fortschritt voranzubringen. Daten aus Genomik, Bioinformatik und klinischem Alltag bilden die dafür nötige Grundlage. Diese müssen dabei nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch frei verfügbar und auswertbar sein.
  • Soziale Kontakte wirken positiv und unterstützen die Teilhabe von Menschen mit Demenz.

    : Für eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenz

    Um Demenzpatienten und ihre Angehörigen optimal zu versorgen, müssen verschiedene Akteure des Gesundheits- und Sozialsystems zusammenarbeiten. Erreicht werden kann dies durch die Etablierung von Dementia Care Managern. Gleichzeitig muss der Pflegeberuf eine Aufwertung erfahren.
  • : Erfolgsfaktoren für eine bessere Gesundheit

    Gesund zu sein und zu bleiben ist nicht selbstverständlich. Oft hängt dies von verschiedenen Faktoren ab, die teilweise durch das eigene Verhalten beeinflussbar sind – teilweise aber auch nicht. Es braucht daher mehr als den Willen des Einzelnen, um die Gesundheit zu fördern.