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Verlagsspezial
Krebspatienten können auf immer wirksamere Therapien und sogar auf Heilung hoffen - wenn die Digitalisierung voranschreitet.

: Keine Personalisierung ohne Digitalisierung

Individualisiert ist das neue Schlagwort der Krebsmedizin. Das Ziel: Weg von einer Gießkannen-Therapie hin zu einer auf den Patienten zugeschnittenen Behandlung – und das auch für seltenere Tumorarten und für Betroffene in ländlichen Gebieten. Digitalisierung, Vernetzung und künstliche Intelligenz ebnen hierzu den Weg.
Professorin Dr. Diana Lüftner ist Oberärztin an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie der Charité am Campus Virchow-Klinikum, der zum CharitéCentrum 14 für Tumormedizin (CC14) gehört.

Carl Janssen leitet die Onkologie bei Pfizer in Deutschland und ist Mitglied der Geschäftsführung bei der Pfizer Pharma GmbH

Interview : „Nie konnten wir unsere Innovationskraft besser zeigen“

Forschung, Entwicklung und Produktion tragen dazu bei, die Krebsmedizin in Deutschland stetig zu verbessern. Diana Lüftner und Carl Janssen sprechen unter anderem über die Lehren aus der Pandemie, die Rolle von Testungen sowie den Stellenwert von Kommunikation und Information.
Krebstherapien bei Kindern stellen besondere Anforderungen. Viele Fragen sind noch zu klären.

: Die Hoffnungen in der Kinderonkologie

Die Krebstherapie bei Kindern ist von Erfolgen geprägt. Und sie ist eine Geschichte derjenigen, die die Therapie vor 20 oder 30 Jahren überlebten und nun mit den Langzeitfolgen leben müssen. Um die Chancen der jungen Patienten zu verbessern, ist weiterhin eine intensive Forschung nötig.
Professor Dr. med. Erwin Böttinger ist Leiter des Digital Health Center und Professor für Digital Health – Personalized Medicine am Hasso-Plattner-Institut (HPI) und der Universität Potsdam. Außerdem ist er Ko-Direktor am Hasso Plattner Institute for Digital Health at Mount Sinai in New York City.

Professorin Dr. med. Petra Thürmann ist Direktorin des Philipp Klee-Instituts für Pharmakologie und stellvertretende Ärztliche Direktorin am Helios Universitätsklinikum Wuppertal, Inhaberin des Lehrstuhls für Klinische Pharmakologie der Universität Witten-Herdecke und seit 2011 Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.

Interview : „Es braucht ein dynamisch lernendes Gesundheitssystem“

Digitale Prozesse sind im deutschen Gesundheitswesen Mangelware. Das machte nicht zuletzt die Pandemie nur allzu deutlich. Petra Thürmann und Erwin Böttinger sprechen darüber, wie eine erfolgreiche Digitalisierung in anderen Staaten aussieht und wie Daten hierzulande besser genutzt werden können.

: Neue Chancen für Patienten und Wirtschaft

Zell- und Gentherapien zählen zu den vielversprechendsten Entwicklungen der letzten Jahre in der Krebsmedizin. Etablierte Pharmaunternehmen und Start-ups in Deutschland, die in dem dynamischen Wachstumsmarkt aktiv sind, haben gute Chancen, weltweit eine führende Rolle zu spielen.
Eva Schumacher-Wulf ist selbst Brustkrebspatientin sowie Mitgründerin und Chefredakteurin von Mamma Mia. 

Dr. med. Ingo Bauerfeind ist Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Landshut  gemeinnützige GmbH.

Interview : „Patienten brauchen Zuwendung und Zeit“

Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient kommt oft zu kurz. Dabei ist sie entscheidend, damit sich Betroffene gut betreut fühlen. Ein Gespräch mit Eva-Schumacher-Wulf und Ingo Bauerfeind über gesicherte Informationen, die Überbringung von schlechten Nachrichten und den Stellenwert der Digitalisierung.
Die Aufmerksamkeiten haben sich verschoben – hin zum Schutz vor Covid-19, weg von Vorsorgeuntersuchungen und Operationen.

: Versorgung und Prävention in Zeiten von Corona

Während der Pandemie kommen Patienten mit Erkrankungen wie Krebs häufig zu kurz. Die Versorgung von Betroffenen und Präventionsmaßnahmen sind teilweise eingeschränkt, oder sie werden nicht konsequent umgesetzt. Forscher untersuchen zurzeit, ob und inwiefern dies Folgen nach sich zieht.

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  • Übergewicht erhöht das Risiko für weitere Erkrankungen. Die Grundlagen dafür werden oft schon in jungen Jahren gelegt.

    : Diabetes, Adipositas und der Zusammenhang mit Krebs

    Übergewicht und Diabetes erhöhen das Risiko für bestimmte Tumorarten, und sie können den Verlauf einer Krebserkrankung negativ beeinflussen. Forscher verstehen die dahinterstehenden Mechanismen zunehmend besser. So lassen sich geeignete Präventions- und Behandlungsstrategien entwickeln.
  • Dr. Ursula Kramer ist Gründerin und Geschäftsführerin von Healthon, einer Qualitäts- und Bewertungsplattform für Gesundheitsapps. 

Jörg A. Hoppe ist Initiator der yeswecan!cer gGmbH mit Sitz in Berlin und München.

    Interview : „Ich wünsche mir mehr digitalen Rückenwind“

    Apps auf Rezept und weitere elektronische Angebote halten Einzug in die Versorgung von Krebspatienten. Jörg A. Hoppe und Ursula Kramer sprechen über die Bedeutung von digitalen Gesundheitsanwendungen, deren Grundlagen und Nutzen sowie die Voraussetzungen für eine breite Akzeptanz.
  • Die Checkpoint-Inibitoren haben eine neue Ära in der Krebstherapie begründet und die Lebenserwartung der Patienten enorm verbessert.

    : Spezifische Immunblockade: Die neue Waffe in der Krebsmedizin

    Chirurgie, Bestrahlung und Chemotherapie stellten in den vergangenen Jahrzehnten die Säulen der Krebsmedizin dar. Neue Strategien nutzen das körpereigene Abwehrsystem. Durch sie hat sich die Lebenserwartung verschiedener solider Tumorerkrankungen deutlich verlängert.
  • Neil Archer ist Geschäftsführer von Bristol Myers Squibb Deutschland. 

Professor Dr. Bertram Häussler ist Vorsitzender der Geschäftsführung des IGES Instituts.

    Interview : „Gute Lösungen können wir nur gemeinsam schaffen“

    Dank innovativer Therapien hat sich die Prognose von Krebspatienten deutlich verbessert. Ein Gespräch mit Neil Archer und Bertram Häussler über die Fortschritte und Zukunft der Krebsmedizin sowie über die Rolle von Wettbewerb und Kooperationen.
  • Gute Gesundheitsinformation ist eine wichtige Hilfe, damit Patienten eine Krankheit besser bewältigen können.

    : Wissen gegen die Angst

    Die Diagnose Krebs wird oft als einschneidende Erfahrung erlebt. Wissenschaftlich fundierte und passgenaue Informationen können Betroffenen helfen, die Angst zu bewältigen, sich in der onkologischen Versorgungslandschaft zu orientieren und gemeinsam mit den behandelnden Ärzten tragfähige Entscheidungen zu treffen.
  • Professor Dr. med. Florian Würschmidt, Facharzt Strahlentherapie, ist Partner der Radiologischen Allianz, einer ärztlich und unabhängig geführten Gemeinschaftspraxis in Hamburg.

Dr. Christoph Zindel ist Mitglied des Vorstands von Siemens Healthineers.

    Interview : „Wir werden genauer und schonender bestrahlen“

    Die Strahlentherapie ist ein fester Bestandteil des onkologischen Behandlungsportfolios. Ein Gespräch mit Florian Würschmidt und Christoph Zindel über die Verbesserungen in Präzision und Effektivität, die Vorteile eines Lungenkrebs-Screenings und die Zukunft der Radiotherapie.
  • Tumore im Gehirn zu behandeln, erfordert höchste Präzision und Erfahrung – diese Patienten sind nur in einem Hochleistungszentrum gut aufgehoben.

    : Hirntumore: Perspektiven für Diagnostik und Therapie

    Neue Technologien machen die Behandlung von Tumoren im Gehirn sicherer und präziser. Auch hinsichtlich der Diagnostik hat sich einiges getan – vor allem dank umfangreicher Forschung, Datenanalysen und wissenschaftlicher Kooperationen.
  • Statements : Quo vadis, digitale Medizin?

    Krisen bieten große Chancen für all diejenigen, die sie ergreifen wollen. Zahlreiche digitale Innovationen der vergangenen Monate zeugen davon. Im Gesundheitswesen gilt es nun, am Ball zu bleiben und die Digitalisierung mit Kraft voranzutreiben – die Patienten werden davon profitieren.
  • : Gemeinsam forschen gegen Krebs

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat zusammen mit Partnern im Jahr 2019 eine Initiative ins Leben gerufen: die Nationale Dekade gegen Krebs. Gemeinsam wollen sie die Wissenschaft vorantreiben und Krebsprävention sowie Therapiemöglichkeiten verbessern. Ein weiteres Ziel ist es, die Patientenpartizipation zu stärken.
  • : Therapiefortschritte beim Multiplen Myelom

    Durch ein besseres Krankheitsverständnis und neue Medikamente hat sich die Prognose für Patienten mit Multiplem Myelom in den vergangenen Jahren stetig verbessert. Dank intensiver Forschung wird sich dieser Erfolg in Zukunft fortsetzen. Eine Chronifizierung oder Heilung der Erkrankung ist in greifbare Nähe gerückt.
  • : Mit Bewegung Krebs vorbeugen

    Körperliche Aktivität zur Krebsprävention birgt ein großes, aber leider zu ­wenig beachtetes Potential. Bisher werden längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Auf ­europäischer Ebene wurde nun zur Unter­stützung das Rezept auf Bewegung eingeführt.
  • : Brustkrebs: Wo stehen wir heute?

    Die Therapie von Brustkrebs wird immer individueller. Grundlage für zielgerichtete Behandlungen ist die Bestimmung verschiedener biologischer Faktoren. Forscher entwickeln stetig neue Wirkstoffe, von denen die Patientinnen profitieren.
  • Hinter Lungenkrebs stehen heute viele Krebsarten, die sich aufgrund von Biomarkern 
differenzierter bestimmen und behandeln lassen.

    : Lungenkarzinom: Zehn Jahre Checkpoint-Inhibitoren

    Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren haben die Behandlungsmöglichkeiten von Lungenkrebs-Patienten grundlegend verbessert. Es existieren heute verschiedene Therapiekonzepte, die individualisiert angewendet werden können. Neue Ansätze lassen hoffen, dass sich die Heilungschancen weiter verbessern.
  • : Die Bedeutung von Gentests in der Onkologie

    Molekulare Testungen sind Voraussetzung für zielgerichtete Krebstherapien. Doch die Kostenerstattung ist im stationären Bereich nicht geregelt – mit dem Ergebnis, dass manche Patienten nicht von den modernen Behandlungen profitieren können. Um dies zu ändern, braucht es eine Gesetzesanpassung.
  • : Die Rolle der Prävention bei Hautkrebs

    Maßnahmen wie textiler UV-Schutz, Sonnencremes und -brillen schützen vor UV-Strahlung und damit auch vor Hautkrebs. Dennoch ­lassen sich damit nicht alle Tumore vermeiden. Dank des Hautkrebsscreenings können aber im besten Fall entartete Hautveränderungen schon früh erkannt werden. Auch neue Präventionsmaßnahmen zeichnen sich am Horizont ab.
  • Die Möglichkeiten nehmen zu, Krebszellen mit den Waffen des eigenen Immunsystems zu schlagen. Sogar Heilungen scheinen möglich zu werden.

    : Wie CAR-T-Zellen die Onkologie revolutionieren

    Die Einführung von CAR-T-Zellen läutete eine neue Ära in der Behandlung des Multiplen Myeloms und anderer Krebserkrankungen ein. Mit einer einmaligen Infusion kann damit das Immunsystem des Patienten umprogrammiert werden. Zwei der neuartigen Therapien stehen für das Multiple Myelom kurz vor der Zulassung.
  • : Wie Impfungen die Medizin revolutionieren

    Impfungen werden bereits seit dem 18. Jahrhundert durchgeführt. Die meisten davon wirken präventiv, sie verhindern also Krankheiten. Im Falle von Krebs kommen zunehmend therapeutische Vakzinen zum Einsatz.