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 Wohnen mit der Zeit

Eine Serie über den Wandel unserer Ansprüche an die eigenen vier Wände

01Young Investors

Ein Zuhause auf Zeit

Das Wohnen verändert sich. Statt die meiste Zeit unseres Lebens in einem Haus an einem Ort zu verbringen, wechseln die Menschen ihr Zuhause heute häufiger. Insbesondere neue Lebensphasen bringen nicht selten einen Ortswechsel mit sich. Wie verändert die neue Situation unsere Anforderungen an die eigene Immobilie? Warum wohnen wir eigentlich, wie wir es tun? Eine Innenarchitektin, ein Fachmann für Architektur-Psychologie und ein Finanzierungs-Experte berichten aus ihren Erfahrungen.

W er kann schon mit Ende zwanzig sagen, wie sein Leben in zehn oder gar zwanzig Jahren aussehen wird? Dafür hält die Zukunft zu viele Unwägbarkeiten bereit. Deshalb verwundert es nicht, dass sich junge Investoren nicht langfristig an einen Ort binden wollen.

„Suchen sie eine Immobilie, um das erste gesparte Geld anzulegen oder sich einen Grundstock für die Zukunft aufzubauen, sind die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten für sie entscheidend“, berichtet die Düsseldorfer Innenarchitektin Bettina Kratz aus ihren Erfahrungen. Wollen sie, zumindest anfangs, selbst darin leben, suchen sie häufig nach einer Single-Wohnung in der Stadt, gerne 30 bis 60 Quadratmeter groß und in zentraler Lage.

„Sie wollen schnell im Leben sein —
in der Uni, im Büro oder im Stammcafé.“

„Sie wollen schnell im Leben sein — in der Uni, im Büro oder im Stammcafé.“

Die Innenarchitektin Bettina Kratz, 48, ist Geschäfts­führerin von kplus konzept und Preis­trägerin des Deutschen Architektur­preises des Bundes Deutscher Innen­architekten (BDIA)

Das alles sind rationale Kriterien, mit denen sich die Ansprüche der Young Investors erklären lassen. Aber gibt es auch noch eine weitere Ebene, die tiefer geht, der wir uns vielleicht gar nicht immer bewusst sind?

Der Leipziger Diplomingenieur Paul Klaus-Dieter Bär beschäftigt sich bereits seit Jahren mit den psychologischen Aspekten des Wohnens und führt den Wunsch nach einer eigenen Immobilie bis auf unsere Grundbedürfnisse zurück: „Die menschlichen Bedürfnisse nach Sicherheit, Behaglichkeit, Ruhe und Beständigkeit hat schon Abraham Maslow, der Gründervater der Humanistischen Psychologie, in seiner Theorie festgehalten.“ Dabei habe das Alter und die jeweilige Lebensphase einen starken Einfluss – zum Beispiel auf die Wahl der Lage.

Bedürfnisse und Gefühle, die sich kaum rational erklären lassen, haben oft einen großen Einfluss auf unsere Entscheidungen. So kann die Liebe, eine neue Partnerschaft, Menschen schneller als erwartet an einen anderen Ort ziehen. Junge Investoren sind sich solcher Unwägbarkeiten meist bewusst und kalkulieren sie frühzeitig mit ein. Eine erworbene Wohnung wollen sie in einem solchen Fall problemlos vermieten können. „Im Zweifelsfall wählen sie deshalb eher eine Immobilie von der Stange, sie sollte auf jeden Fall nicht zu speziell sein“, erklärt die Preisträgerin des Deutschen Architekturpreises Bettina Kratz. Ähnliches beobachtet sie in puncto Ausstattung: so neutral und zugleich so warm wie möglich. Als Wandfarbe dominiert daher oft weiß. Nicht zuletzt werden Materialien bevorzugt, die pflegeleicht und wertstabil sind.

„Nach der Ausbildung, zu Beginn der Karriere haben oft die berufliche Entwicklung, aber auch die persönliche Unab­hängig­keit einen sehr hohen Stellenwert. In dieser Phase zieht es die Menschen meist in die Stadt.“

„Nach der Ausbildung, zu Beginn der Karriere haben oft die berufliche Entwicklung, aber auch die persönliche Unab­hängig­keit einen sehr hohen Stellenwert. In dieser Phase zieht es die Menschen meist in die Stadt.“

Paul Klaus-Dieter Bär ist psychologischer Berater für Architektur und Wohnen in Leipzig sowie Autor des Buches: „Architektur-Psychologie: Psychosoziale Aspekte des Wohnens“.

Die Wohnung soll für möglichst viele potenzielle Mieter attraktiv sein. Konsensfähigkeit ist gefragt. Unter dieser Maßgabe kann die Entscheidung für eine offene Küche schon mutig sein. Aber auch für diesen Konflikt hat die Expertin für Innenarchitektur eine Lösung parat:

„Mit einer Schiebetür wird man im Zweifelsfall allen Ansprüchen gerecht.“ Die Individualität des Einzelnen findet sich hingegen eher in den Gegenständen wieder, die sich im Zweifelsfall mitnehmen lassen. „Auch bei jungen Leuten finden sich noch Möbel aus Eiche rustikal. Der Trend geht aber eher dahin, mit einzelnen Designerstücken ein Statement zu setzen. Auch abgeschliffene Dielen können ein Highlight sein.“

D as Bedürfnis auch junger Menschen nach Sicherheit, der Wunsch nach einer möglichst stabilen Form der Geldanlage kann sicher jeder nachvollziehen. Aber klingt es nicht fast schon unrealistisch, dass sie deshalb zu Immobilien-Investoren werden? Schließlich stehen sie oft noch am Anfang ihres Berufsweges und hatten bisher nur wenig Zeit, um Vermögen und damit Eigenkapital aufzubauen. Diesen Umstand sieht Mathias Breitkopf, Leiter Privatkundengeschäft der Interhyp AG, nicht als unlösbare Herausforderung. „Banken sind durchaus bereit, eine Immobilie auch zu 100 Prozent zu finanzieren und für den Käufer kann das aus steuerlicher Sicht ebenfalls sinnvoll sein,“ erklärt er. „Für den Kreditgeber ist in diesem Fall das Kundenprofil entscheidend. Insbesondere: Welche Gehaltsentwicklung wird für die Zukunft erwartet?“

Breitkopf hat in den mehr als zwölf Jahren als Berater für Immobilienfinanzierungen viele junge Menschen kennengelernt, die sich eine eigene kleine Wohnung als Anlageobjekt wünschen. Statt selbst darin zu wohnen, soll die eingenommene Miete den Großteil der Finanzierung tragen. „Miete und Kreditraten werden in diesem Kontext eher als durchlaufende Posten gesehen. Aber natürlich muss auch das übrige Einkommen des Investors hoch genug sein, um die Finanzierung auch stemmen zu können, wenn die Mietzahlungen zeitweise ausfallen.“

Dennoch empfiehlt Breitkopf nicht in jedem Fall eine Immobilie komplett zu finanzieren. „Wenn jemand eine Immobilie kauft, um selbst darin zu wohnen, ist ein solider Eigenkapitalanteil schon sinnvoll.“ Ebenfalls nicht immer ratsam ist es, die geringste mögliche Tilgung und damit eine niedrige monatliche Rate zu wählen, denn damit verlängert sich auch die Laufzeit.

„Ihre Kreditwürdigkeit für die Zukunft zu erhalten, ist gerade für junge Menschen ein wichtiges Thema.“

„Ihre Kreditwürdigkeit für die Zukunft zu erhalten, ist gerade für junge Menschen ein wichtiges Thema.“

Mathias Breitkopf ist Leiter des Privatkundengeschäfts der Interhyp AG. Er berät Immobilienkäufer bereits seit mehr als zwölf Jahren und kann damit auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Schließlich haben sie oft schon im Hinterkopf, dass sie vielleicht später für die eigene Familie ein größeres Eigenheim erwerben wollen.

Erfahren Sie ganz einfach und schnell, auf welchem Weg Sie zur optimalen Finanzierung Ihrer Immobilie kommen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Baufinanzierung gut vorbereiten und klug kalkulieren.

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Teil 2 – Junge Familien

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Teil 3 – Empty Nesters

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Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für interhyp.

Quelle: Interhyp

Veröffentlicht: 27.02.2019 10:07 Uhr

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