https://www.faz.net/-iqb-9isch
Anzeigensonderveröffentlichung
Anzeigensonderveröffentlichung
Eine Initiative von

The Big Bang Theory –
Techies very welcome

5 Minuten Lesezeit
01.02.2019
Eine Initiative von

Die Konzentration von Tech-Talenten sorgt in Städten für Wohlstand, wie eine aktuelle Deloitte Studie zeigt. Davon profitieren nicht nur Digitalarbeiter. Ökonomen in den USA haben ermittelt, dass ein Job in innovativen Sektoren fünf weitere Arbeitsplätze in anderen Sektoren derselben Stadt schafft.

initial letterie US-Fernsehserie „The Big Bang Theory“ rankt um die hochintelligenten jungen Physiker Leonard Hofstadter und Sheldon Cooper, die modernste Technologien spielerisch beherrschen, aber mit alltäglichen Dingen ihre liebe Not haben. Die Erkenntnisse einer aktuellen Deloitte Studie, die Status und Potenzial der deutschen Tech-Hubs analysiert hat, legt nahe, die beiden schnell aus ihrer Wohngemeinschaft in Pasadena nach München oder Berlin zu locken. Denn Techies heben das Gehaltsniveau in Städten deutlich. Sie ziehen andere Sektoren mit und sorgen so für mehr Wohlstand. Doch die Tech-Talente verlangen im Gegenzug auch viel. Top-Gehälter verdienen, die Möglichkeit, ständig Ideen auszutauschen und sich mit Gleichgesinnten zu umgeben. So etwas funktioniert in Deutschland noch zu selten.

Mit einer Mischung aus Bewunderung und Neid starren wir deshalb auf Digitale Hubs, die rund um den Globus entstehen. Tweet it

Neben traditionellen Pilgerstätten wie San Francisco und dem Silicon Valley qualifizieren sich Städte wie Austin, Tel Aviv oder Schanghai für eine „Digital Safari“. Dennoch besteht aus deutscher Sicht kein Grund, die Schultern hängenzulassen. Unsere Tech-Hubs haben erfolgreich an hierzulande starke Industrie angedockt und punkten mit der Fähigkeit, spezielle Nischen in der digitalen Ökonomie zu finden. Dass neben den Metropolen auch zahlreiche kleinere Städte als „Hidden Champions“ glänzen, ist eine Erkenntnis aus der Deloitte Studie. Die für diese Analyse entwickelten Indices messen neben dem Status quo auch das Potenzial der 50 größten deutschen Metropolregionen.

Berlin Style: feiern, arbeiten, menschliche Nähe

Gute Nachricht für alle Liebhaber der bayerischen Küche: München ist der bedeutendste Tech-Hub in Deutschland und liegt sowohl beim Statusindex als auch beim Potenzialindex ganz vorne. Die Stadt weist die stärkste Spezialisierung auf Informations- und Kommunikationstechnik auf, hat die höchste Anzahl an technologisch orientierten MINT-Berufen und zeigt zudem eine ungebrochene Dynamik in diesen Bereichen. Obwohl im Zeitalter der digitalen Transformation Informationen quasi an jedem Ort rund um den Erdball verfügbar sind, suchen Tech-Talente die menschliche Nähe. Keine Stadt profitiert davon mehr als Berlin, die Nummer 2 im Ranking. Denn eben diese Tech-Talente sind der zentrale Bestandteil von Innovations-Ökosystemen. Sie entwickeln neue Ideen und Technologien, die von ihnen gebildeten Ökosysteme werden zum entscheidenden Produktionsfaktor. Zusammen leben, feiern und arbeiten – dieser Impuls sorgte für die hohe räumliche Konzentration der Tech-Talente in Berlin. Universitäten der Hauptstadt befördern dies – Berlin besitzt die bundesweit höchste Zahl an Technik-Studenten.

Neben den Big-2-Metropolen etabliert sich eine Reihe kleinerer Städte als Tech-Hubs. Das drittplatzierte Darmstadt führt diese Hidden Champions mit seiner Stärke bei Forschung und Ausbildung sowie bei den Technologie-Berufen an. Mit einer technologisch orientierten Wirtschaftsstruktur punkten auch Erlangen, Karlsruhe und Aachen. Für Berufseinsteiger im MINT-Sektor wiederum ist Hamburg die attraktivste Stadt. Für die Metropole im Norden spricht auch die relativ hohe Beschäftigtenzahl im IKT-Sektor.

Alle Hubs haben gemein, dass die Verantwortlichen dort die entscheidende Rolle der Tech-Talente bei der Steigerung der Erträge aus Innovationen erkannt haben. Ein Beispiel liefert die Softwarebranche. Hier verlagert sich die ökonomische Wertschöpfung in Richtung der Entwicklung und der darin tätigen Experten. Firmen nehmen hohe Entwicklungskosten von Software in Kauf, weil sie wissen, dass die anschließenden Produktionskosten im Vergleich zu nichtdigitalen Produkten gering sind. Kapital und Unternehmen folgen oft den Talenten. Wenig erstaunlich, dass dies eine neue Standortkonkurrenz befördert.

Die Knappheit an Tech-Talenten und ihre hohe Produktivität schlagen sich in hohen Gehältern nieder, welche die städtische Wirtschaft ankurbeln und damit Beschäftigung in anderen Sektoren schaffen.

Ökonomen in den USA haben gezeigt, dass ein Job in innovativen Sektoren fünf weitere Arbeitsplätze in anderen Sektoren derselben Stadt schafft – Leonard Hofstadter und Sheldon Cooper aus „The Big Bang Theory“ könnten also in einer deutschen Stadt für zehn weitere Arbeitsplätze sorgen – rein statistisch zumindest.

Diesen Artikel teilen

Quelle: Vor:Denker

Veröffentlicht: 14.11.2018 11:38 Uhr