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Rendite sichern : Das Märchen vom richtigen Timing

Was für ein Auf und Ab an den Börsen: 2018 verlor der DAX fast 20 Prozent, um allein im Januar und Februar 2019 wieder um knapp 10 Prozent zu steigen. Und der Aufschwung dauert an. Viele verpassen ihn jedoch, weil sie aufgrund der Kursrückgänge Ende 2018 verstärkt aus Aktienanlagen ausgestiegen sind. Was psychologisch erklärbar ist, führt Anleger immer wieder in eine finanzielle Falle.

          Tatsächlich basiert die von vielen Finanzexperten empfohlene Strategie, durch geschicktes Ein- und Aussteigen, sprich durch gezieltes Timing, besser abzuschneiden als vergleichbare Aktienindizes, eher auf Wunschdenken als auf Fakten. Sie bedient aber die Sehnsüchte vieler Privatanleger. Warum man dieser Anlegersehnsucht besser nicht folgen und auch in turbulenten Zeiten gelassen bleiben sollte, erklärt die unabhängig beratende Quirin Privatbank.

          Aktuelle Kapitalmarktuntersuchungenzeigen, dass Anleger aufgrund der Kursschwankungen Ende 2018 systematisch und in Scharen aus den Aktienmärkten ausgestiegen sind. So war im Monat Dezember die Summe der Abflüsse aus US-amerikanischen Aktienfonds fast genauso hoch wie im gesamten restlichen Jahr zusammen. Das Problem daran: Wer im Dezember ausgestiegen ist, hat die Erholung der Aktienmärkte mit deutlichen Kurssteigerungen im neuen Jahr komplett verpasst (1).

          Privatanleger lassen Rendite liegen

          Die Furcht vor Verlusten und der Versuch, diese durch gezieltes Timing zu vermeiden, schmälert die Anlegerrendite oftmals entscheidend. Renditemindernd wirken neben den Timing-Versuchen zudem die hohen Kosten prognosegetriebener Investmentfonds sowie die mangelnde Risikostreuung. Die folgende Grafik zeigt das entsprechende Ergebnis einer repräsentativen US-Studie. So verbuchten private US-Anleger mit aktiv verwalteten Fonds in den vergangenen 20 Jahren eine deutlich niedrigere Wertentwicklung als vergleichbare Marktindizes. Lag die Rendite der Privatanleger mit einem ausgewogenen Depot durchschnittlich bei 2,85 Prozent per anno (2), fiel die ausgewogene Marktrendite mit 5,9 Prozent deutlich höher aus (3).

           Verführerischer Fehler

          „Fallen die Kurse, haben Anleger das Bedürfnis, bestehende Anlagen zu verkaufen und das Geld in Sicherheit zu bringen. Um dann – wenn es wieder aufwärtsgeht – erneut in den Markt einzusteigen“, erklärt Prof. Dr. Stefan May, Leiter Anlagemanagement der Quirin Privatbank AG. So verführerisch dies auch erscheinen mag, es ist ein Fehler: Anleger, die in Stressphasen aussteigen, wagen den Wiedereinstieg oft erst dann, wenn die heftigen positiven Gegenbewegungen bereits vorbei sind. Damit gehen ihnen aber entscheidende Renditepunkte verloren – wie zuletzt im Januar und Februar.  

          „Verhaltenslücke“ kostet Rendite

          Die Konsequenzen typischer Anlegerfehler, insbesondere der Versuch, günstige Ein- oder Ausstiegszeitpunkte abzupassen, sind so gravierend, dass es hierfür einen eigenen Begriff gibt – die „Verhaltenslücke“. Gemeint ist, dass Anleger systematisch nach Kursanstiegen kaufen und nach Kursverlusten enttäuscht verkaufen. Sie steigen zu hohen Kursen ein und zu niedrigen aus. Basierend auf den Erkenntnissen jahrzehntelanger Kapitalmarktforschung erklärt dazu Prof. May: „Das Rezept für nachhaltigen Anlageerfolg besteht aber nicht im richtigen Timing, sondern vielmehr darin, einen einmal eingeschlagenen Kurs konsequent durchzuhalten“.

          Provisionsbanken nutzen Unsicherheit der Anleger aus 

          Hierbei gibt es jedoch zwei Probleme: den nervösen Anleger, der sein Geld in Sicherheit bringen will, und provisionsfinanzierte Banken, die diese Nervosität nutzen, um immer neue Provisionserträge zu generieren. Herkömmliche Banken verdienen Provisionen bei jedem Kauf und Verkauf. Sie haben somit ein Interesse daran, ihre Kunden immer wieder in die Märkte ein- und aussteigen zu lassen. Das geht doppelt zu Lasten der Anlegererträge. Erstens verpassen Anleger oft die Aufwärtsbewegung der Märkte. Und zweitens entstehen ihnen durch den ständigen An- und Verkauf im Laufe der Zeit erhebliche Mehrkosten, zum Beispiel durch Ausgabeaufschläge.

          Unabhängige Beratung erforderlich

          Im Umkehrschluss heißt das: Anleger sollten sich nur von unabhängigen Experten oder Instituten beraten lassen, für die Vertriebsprovisionen keine Rolle spielen. So lehnt beispielsweise die Quirin Privatbank jedwede Provision für Produktverkäufe an Kunden ab, und finanziert sich ausschließlich durch Kundenhonorare. „Das befreit uns von dem Zwang, unsere Kunden in immer neue Anlagen treiben zu müssen, um immer neue Erträge zu generieren“, erläutert May das Prinzip der unabhängigen Beratung.

          „Deshalb können wir unsere Kunden dazu ermutigen, auch in turbulenten Zeiten an der einmal festgelegten und zum Kundenprofil passenden Anlagestrategie festzuhalten“, so May. „Mittel- bis langfristig werden die Rendite-Chancen der gewählten Strategie immer wieder die Oberhand gewinnen.“

          „Den optimalen Einstiegszeitpunkt zu suchen, gleicht der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Langfristig betrachtet ist der richtige Einstiegszeitpunkt immer hier und jetzt“, fasst May zusammen. „Wenn Sie also investieren wollen, dann tun Sie es jetzt. Und wenn Sie unsicher sind, ob Sie mit Ihren derzeitigen Anlagen optimal aufgestellt sind, dann stellen Sie Ihre Depots auf den Prüfstand – mit dem kostenlosen Vermögens-Check der Quirin Privatbank AG“, lädt May ein. 

          (1) Quelle: https://www.morningstar.com/articles/907877/investors-swap-long-funds-for-money-markets.html   
          (2) Anlegerrendite: Rendite eines durchschnittlichen US-Anlegers, der zu jeweils 50 % in aktiv gemanagte Aktien- und Anleihefonds investiert; Quellen: Dalbar Report 2018, eigene Berechnungen
          (3) Marktrendite: Rendite einer repräsentativen Indexmischung aus 50 % S&P 500 und 50 %
          Barclays Global Aggregate Bond (globaler Anleiheindex); Quellen: Dalbar Report 2018, eigene Berechnungen