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Mit der Cloud in die digitale Trans­formation

Cloud-Technologie gilt als Hebel für die digitale Transformation in Unternehmen, denn sie kann ihnen mehr Flexibilität, Agilität und Innovationschancen ermöglichen. Ihre Nutzung ist kein Zukunftsprojekt, sondern eine dringliche Aufgabe. Doch eine klare Strategie sollte dabei an erster Stelle stehen.

Von Harald Czycholl


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Wenn Ritchie Fomm, Head of ERP Template bei Thyssen-Krupp Steel, über den Wechsel der IT des Stahlriesen in die Cloud spricht, hört man den Stolz in seiner Stimme. „Wir wollten Innovationen vorantreiben und gleichzeitig Kosten sparen. Genau das haben wir geschafft“, sagt er. Geschwindigkeit, Kostenvorteile, Zukunftssicherheit: Wenn es um die Nutzung von Cloud-Technologie geht, sind die Vorteile, die sich Unternehmen bieten, extrem vielfältig. Bei einem Webinar in Kooperation mit dem Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab Fomm gemeinsam mit Tobias Regenfuß, Geschäftsführer bei Accenture und dort zuständig für Cloud in DACH, Einblicke in die Technologie, beide hoben die Bedeutung der Cloud als Hebel für die digitale Transformation und als Fundament für Innovationen sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle hervor.

„Wir reden hier nicht über einen Speicher im Internet“, betonte Accenture-Geschäftsführer Regenfuß. „Es geht um einen ganzen Werkzeugkasten an schlagkräftigen Diensten und die Bereitstellung einer Entwicklungsumgebung, mit deren Hilfe Unternehmen neue digitale Services anbieten können.“ Nach anfänglichem Zögern seien auch die deutschen Unternehmen massiv in die Cloud eingestiegen, so Regenfuß. „Die Entscheider haben erkannt: Wettbewerbsfähigkeit braucht neue Customer Experiences, einen intelligenten Umgang mit Daten und schnellere Entwicklungszyklen. Cloud-Plattformen – insbesondere die von Microsoft, Amazon und Google – liefern die Basis für eine neue IT, die komplett anders entwickelt und betrieben wird. Das schafft echten Mehrwert.” Die Technologie ermögliche Unternehmen mehr Flexibilität, Agilität und Innovationschancen.

Viele Cloud-Projekte stocken

Kein Wunder also, dass bereits mehr als 90 Prozent der Firmen hierzulande in irgendeiner Form mit der Cloud arbeiten. Das ist das Ergebnis einer Studie von Everest Group Research im Auftrag von Accenture. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn die meisten Unternehmen erledigen im Schnitt nur 20 bis 40 Prozent ihrer Arbeit in der Cloud – und zwar zumeist die einfacheren, weniger komplexen Aufgaben, wie die Studie ebenfalls zeigt. Fast zwei Drittel gaben an, dass sie die Ergebnisse, die sie von ihren Cloud-Initiativen erwartet hatten, noch nicht erzielt haben. Viele sind in der experimentellen Phase steckengeblieben und wissen nicht, wo die Reise nun konkret hingehen soll. Andere konnten noch keinen klaren Business Case identifizieren, der für eine stärkere Cloud-Nutzung gesprochen hätte.

Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Thyssen-Krupp Steel: Hier hatte Ritchie Fomm gemeinsam mit seinem Team seit Februar vergangenen Jahres ein Cloud-Projekt erfolgreich umgesetzt – und alle damit verbundenen Ziele erreicht. Wichtigster Baustein dabei sei es gewesen, die Operations Infrastructure und Applications, von einem Fully Managed Service hin zu einem Dedicated Service, neu aufzusetzen und die komplette SAP-Landschaft der Thyssen-Krupp Steel Europe in die Cloud zu migrieren. „Der Erfolgsfaktor für das Projekt war die gelungene Teamarbeit ohne ‚Information Hiding‘ mit den verschiedenen Dienstleistern“, so der IT-Experte. Und er hat einen Tipp für all jene parat, die noch zweifeln, ob der Wechsel in die Cloud der richtige Schritt ist: „Man sollte keine Angst haben vor dem Wechsel, sondern einfach starten!“

Planvolles Vorgehen sinnvoll

Die jüngsten Disruptionen durch die Corona-Krise bestärken die ohnehin vorherrschende Meinung, dass die Cloud nicht einfach irgendein Zukunftsprojekt ist, sondern eine dringliche Aufgabe, der sich alle Unternehmen stellen müssen. Übereilt und ohne klare Strategie zu handeln ist jedoch riskant – denn sonst entstehen Kosten und Aufwände, ohne dass sich ein Mehrwert einstellt.

Accenture-Geschäftsführer Regenfuß rät zu einem planvollen Vorgehen: Jedes Unternehmen müsse seine individuellen Ziele festlegen, die mit der Reise in die Wolken verbunden sind. „Strategie, Zielsetzung und Leitplanken müssen klar formuliert sein und deutlich vom Führungsteam kommuniziert werden – dann kann man loslegen, und die Mannschaft zieht mit.“ Der geplante technologische Wandel kombiniert dabei die Migration und Modernisierung der Bestands-IT-Landschaft auf Cloud-Technologie mit der Entwicklung neuer digitaler Services, direkt auf der Cloud. Für die Migration empfiehlt Regenfuß ein „Move and Improve“-Verfahren, das die Bestandswelt schnell, sicher und zuverlässig in die Cloud bringt. „Die Cloud-native-Entwicklung nutzt dann typischerweise ein breiteres Spektrum von Innovationen der großen Cloud-Anbieter Microsoft, Amazon und Google – der sogenannten Hyperscaler.“

Hierbei gelte es, die Cloud als Hebel für die digitale Transformation zu nutzen – und auf diese Weise das Fundament für schnelle Experimente und Innovationen sowie neue Geschäftsmodelle zu verwenden, so Regenfuß. „Die erfolgreichen Unternehmen bauen ihren Neuen Digitalen Kern direkt auf der Cloud, vereinfachen radikal die Abläufe, stellen auf Echtzeit um und fokussieren sich voll auf den Kunden.“ In Zukunft werde jedes Unternehmen einen solchen digitalen Kern in der Cloud haben.

Das Betriebsmodell einer solchen Cloud-Umgebung ist dabei ganz anders als das einer klassischen IT-Infrastruktur. „Die Kapazitäten werden nicht mehr durch den Kauf und Betrieb physischer Hardware verwaltet, sondern indem kontinuierlich Verbrauch, Kapazität, Leistung und Kosten überwacht und angepasst werden“, erläutert Regenfuß. Das erfordere ganz neue Fähigkeiten und betriebliche Funktionen – und genau an dieser Hürde würden viele Cloud-Initiativen scheitern. „Man ist in einem Ökosystem, das sich kontinuierlich weiterentwickelt“, so der Accenture-Geschäftsführer. Bei allen Vorteilen, die sich dadurch ergeben, bleibt die Herausforderung, mit dieser kontinuierlichen Weiterentwicklung Schritt zu halten. Um es mit Ritchie Fomm von Thyssen-Krupp Steel zu sagen: „Man macht sich nicht frei davon, selbst Hirnschmalz einzusetzen.“

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Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 19.03.2021 14:59 Uhr