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Bild: FOTO SKW Schwarz

: „Ausverkauf des deutschen Mittelstands“

  • Aktualisiert am

Interview mit Heiko Wunderlich, Partner bei SKW Schwarz.

          1 Min.

          Wie wirkt sich das aktuelle Umfeld auf
          die Unternehmensübertragungen aus?
          Unternehmensübertragungen werden meist langfristig geplant, manchmal müssen Unternehmen zehn Jahre im Voraus umstrukturiert werden, um die Übertragung zu optimieren. Deshalb sind in diesen langfristigen Prozessen die aktuellen Probleme nicht angekommen. Im Gegenteil: Wir sehen eher einen Boom der Nachfolgelösungen. Allerdings sind Probleme bezüglich der Haltefristen bei der Betriebsvermögensbegünstigung verschärft worden, wenn Unternehmer unsicher sind, ob sie den Bestand ihrer Firmen langfristig sichern können. Das aber führt zu einem Trend hin zu Übertragungen auf Stiftungen, um wenigstens das Privatvermögen zu sichern.

          Wo liegen die Herausforderungen in der Nachfolgeplanung und -steuerung?
          Der Mittelstand muss etwas in Sachen Nachfolge tun, denn plant er nichts, dann kommen die Erbschaftsteuer und – wenn von den Finanzbehörden keine Betriebsvermögensbegünstigung eingeräumt wird – beim Verkauf von Anteilen die Einkommensteuer. Im Gesetz fehlt eine Regelung, dass der Steuerpflichtige nicht für das Reißen von Haltefristen aufgrund exogener Einflüsse verantwortlich ist. So wird der Ausverkauf des deutschen Mittelstands gefördert.

          Sind die deutschen Unternehmen dabei gut aufgestellt?
          Der Trend zur Nachfolgeregelung ist eindeutig zu beobachten, dafür sorgen auch die Banken, die dies ab einem gewissen Alter des Unternehmens fordern. Insofern ja: Die Unternehmen stellen sich der Herausforderung. Allerdings gilt auch wieder der Blick auf die Politik: Die Beratungskosten in Deutschland sind höher als anderswo, nicht zuletzt wegen der Erbschaftsteuer, die es beispielsweise in Österreich nicht gibt.

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