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: „Machen Sie es wie der norwegische Staatsfonds!“

Bild: Franz Grünewald

Bereits mit kleinem Kapitaleinsatz lassen sich die Anlagestrategien von erfolgreichen Großanlegern abbilden. Wie das geht und welche Rolle dabei Aktien und ETFs spielen, erläutert Jürgen Henzler, Leiter dezentraler Vertrieb der Versicherungsgesellschaft Alte Leipziger, im Gespräch.

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          Frage: Herr Henzler, die Vermögensentwicklung in Deutschland zeigt, dass die Vermögen von bereits Vermögenden überproportional wachsen. Kein Wunder, schließlich können die sich die besten Vermögensverwalter leisten.

          Jürgen Henzler: Diese Erklärung teile ich nicht. Erfolgreiche Anlagestrategien sind bereits mit geringen Summen möglich. Sie können heute für 25 Euro im Monat in einen Fondssparplan investieren. Um mit einer langfristigen Anlagestrategie Erfolg zu haben, brauchen Sie weder ein perfektes Timing, wann Sie in den Markt einsteigen, noch eine komplexe Portfoliosteuerung.

          Frage: Das hätte ich gerne etwas konkreter. Vermögensverwaltung hat wahrscheinlich nicht umsonst einen Preis.

          Henzler: Nehmen Sie den norwegischen Staatsfonds, der fast eine Billion US-Dollar verwaltet. Seit Jahrzehnten investiert er Gelder zum Wohl des Staats Norwegen und seiner Bürger. Aktuell rund Zweidrittel in Aktien und 30 Prozent in Anleihen plus ein wenig Immobilien. Der Staatsfonds ist in mehr als 9.000 Unternehmen in 73 Ländern investiert. Damit hat der Fonds trotz Aktiencrashs nach eigenen Angaben in den letzten 20 Jahren durchschnittlich 5,5 Prozent pro Jahr Rendite erzielt. Wer beispielsweise nur in den DAX investiert, ist nur in 3 Prozent Marktkapitalisierung aller börsennotierten Unternehmen weltweit investiert – verpasst also 97 Prozent der Entwicklungen und Chancen, die Aktien sonst noch bieten.

          Frage: Und mit wenigen Euro monatlich soll ich in 9.000 Unternehmen in 72 Ländern investieren?

          Henzler: Ja – sie brauchen nur in wenige breit investierte ETFs zu investieren. Schon haben Sie eine internationale Streuung über Tausende Unternehmen. Das ist für relativ kleines Geld einfach möglich. Das Problem ist nicht, dass gute Geldanlage nur sehr Vermögenden vorbehalten wäre. Es gibt inzwischen mehr als 25 Roboadvisor in Deutschland, die die Vorteile einer Vermögensverwaltung auch solchen Investitionssummen ermöglichen, bei denen beispielsweise Privatbanken abgewunken hätten. Das Problem ist mangelndes Wissen um die Möglichkeiten und vor allem die richtigen Strategien.

          Frage: Das heißt: Aktien statt Sparbuch?

          Henzler: Mir geht es nicht darum, dass wir jetzt alle unser Vermögen in Aktien investieren. Richtig ist: Der Anteil der Aktien am Gesamtvermögen von Deutschen ist zu gering, und dadurch berauben sich viele einer besseren Rendite. Aber Aktien sind nur ein Baustein unter vielen, wenn es um das Thema langfristigen Vermögensaufbau und damit vor allem die Absicherung im Alter geht. Ich empfehle, sich seine gesamte bestehende Vermögensstruktur anzuschauen, zum Beispiel betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente, aber auch Sachwerte etc. Und dann zu analysieren, welche Elemente noch fehlen könnten, die zur eigenen Risikoneigung passen. Auch steuerliche Aspekte sollten nicht vernachlässigt werden, weil sie sich auf die Gesamtrendite auswirken.

          Frage: Sind viele Deutsche nicht auch deshalb so aktienkritisch, weil sie schlechte Erfahrungen bei Börsencrashs wie nach dem Neuen Markt oder 2008/2009 gemacht haben?

          Henzler: Das mag in Fällen so sein. In viel mehr Fällen dürfte aber vor allem die Angst vor Verlusten dazu führen, dass gar nicht erst in Aktien investiert wird. Dahinter liegt aber häufig eine falsche Vorstellung von Aktieninvestitionen. Ich spreche ganz bewusst von Investitionen, also dem strukturierten langfristigen Engagement. Das Gegenteil ist die Spekulation: Schnelle Gewinne, dem Markt ein Schnippchen schlagen wollen. Da ist der Ein- und Ausstiegszeitpunkt, die Auswahl eines einzelnen Wertpapiers entscheidend. Spekulation sollten Sie aber Profitradern überlassen, sonst erleiden Sie nur Schiffbruch. Sie hingegen suchen ja nach einer möglichst langfristigen Altersvorsorge. Und die Zahlen sprechen da eine eindeutige Sprache: Langfristig orientierte Anleger sollten nicht auf Aktien verzichten. Dabei ist es ziemlich egal, zu welchem Zeitpunkt sie einsteigen – einem Zwischenhoch oder einem Zwischentief.

          Frage: Aber spielen nicht auch Anlageberater eine unrühmliche Rolle dabei, dass die Aktienquote in Deutschland erst bei 13 Prozent liegt?

          Henzler: Auch Anlageberater haben Angst, dass Ihr Kunde sie enttäuscht anruft, wenn die Börsen nach unten gehen. Da ist eine kleine, aber stetige Rendite bequemer. Aber gerade in Niedrigzinszeiten, wie wir sie in den letzten Jahren hatten, und wahrscheinlich noch eine Weile haben werden, reicht eine kleine, aber stetige Rendite nicht aus. Darum sollten Anlageberater ihre Kunden systematisch aufklären und beraten. Wie Finanzcoachs ihre Kunden langsam an das Thema Aktie heranführen. Das passiert aber auch schon. 2018 hatten wir 250.000 mehr Aktionäre als noch im Vorjahr. Die Richtung stimmt also.

          Risiken: Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

          Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

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