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Eine Ikone der Zeit

Wie die Schweizer Uhrenmanufaktur
Patek Philippe eine Legende erschuf

D ie siebziger Jahre waren eine Ära der großen Umbrüche, aber auch innerer Widersprüche. Der erste Überschallflug ging einher mit der ersten Ölkrise. Die aufkommende Quarzkrise mit Billiguhren aus Fernost machte den Schweizer Uhrenherstellern zu schaffen. Dies ist die Geschichte davon, wie aus einer visionären Idee des Jetset-Zeitalters eine Uhrenikone des 20. Jahrhunderts wurde.

Kapitel I

Zwei Genies und viel Arbeit

U m ein ikonisches Produkt zu schaffen, braucht man nicht nur einen Menschen mit einer genialen Idee, sondern auch den richtigen Partner, der in der Lage ist, diese umzusetzen. Eine Idee gegen anfängliche Widerstände durchzusetzen, ohne dabei den ursprünglichen Charakter zu verwässern, schaffen nur sehr wenige. Das trifft auf die Nautilus von Patek Philippe ganz besonders zu. Als der Designer Gérald Genta Anfang der siebziger Jahre an den Sohn des damaligen Firmenpräsidenten, Philippe Stern, herantrat, um ihm ein seiner Meinung nach bahnbrechendes neues Uhrendesign vorzustellen, war der eher skeptisch. Der junge Manager war zwar schon weit gereist und hatte in den Vereinigten Staaten seine erste internationale Erfahrung gesammelt, aber war die Welt wirklich bereit für ein ebenso radikales wie modernes Uhrendesign?

Philippe Stern
Philippe Stern hat die Nautilus 1976 auf den Markt gebracht.

Design von Gérald Genta
Der Schweizer Uhrendesigner Gérald Genta
hat mit der Nautilus eine revolutionäre Uhr
entworfen.

Kapitel II

Eine wegweisende Lösung

G érald Genta schlug dem aufstrebenden Firmenerben eine Uhr vor, die es so noch nicht gegeben hatte in der 137-jährigen Geschichte des Unternehmens. Und das sollte was heißen bei einer Firma, deren Maxime seit Firmengründung im Jahr 1839 immer gelautet hatte, die besten Uhren der Welt zu bauen. Er schlug eine bis 120 Meter wasserdichte Stahluhr vor, inspiriert von den Bullaugen in Booten, gehalten von einem Gliederband aus Stahl mit ins Gehäuse integrierten Bandanstößen. Das Ganze sollte auch noch mit einem mechanischen Werk ausgerüstet sein. Zudem war das Gehäuse für damalige Verhältnisse mit seinem 42-Millimeter-Durchmesser riesig.

Philippe Stern zweifelte: „Anfangs war ich mir nicht so sicher.“ Die Uhr ging eindeutig gegen die damalige Strategie seines Hauses, kleine Uhren zu bauen. Die Nautilus war anders und mutig. Stern: „Sie war für jüngere Kunden, die viel reisten und gerne Sport trieben.“ Stern selbst war begeisterter Skifahrer und Segler, der auf dem Genfer See viele Regatten gewonnen hatte. Und er war in jungen Jahren schon sehr viel gereist und erkannte die Bedürfnisse einer neuen Generation. Er ließ sich von der Idee anstecken: „Wir entschieden uns für die Fertigung eines Prototyps. Erst dann fiel die endgültige Entscheidung, diese Uhr auch wirklich zu bauen.“ So wurde die Nautilus geboren.

„They work as well with a wet suit
as they do with a dinner suit.“
Claim von Patek Philippe


Kapitel III

Die Kunst, Komplexes
einfach aussehen zu lassen

E ine 120 Meter wasserdichte Taucheruhr zu bauen stellte Ingenieure in den siebziger Jahren vor große Herausforderungen, ebenso wie der schwer zu bearbeitende Edelstahl als Gehäusematerial. Erst als der Prototyp gefertigt worden war, wurde den Technikern auch die Komplexität des ganzen Projektes klar: Ohne die heute üblichen computergestützten Entwurfs- und Verarbeitungsprozesse waren unzählige Einzelschritte nötig, um das aufwendig geformte, achteckige Gehäuse mit leicht abgerundeten Kanten und leicht geschwungenen Bandgliedern zu fertigen. Bei dem zweiteiligen Mono-Bloc-Gehäuse kam erschwerend hinzu, dass die Teile über seitliche Scharniere miteinander verschraubt wurden.

Als die erste Nautilus dann im Frühjahr 1976 auf der Uhrenmesse Baselworld vorgestellt wurde, waren alle Beteiligten gespannt, wie das Projekt, das zwei Jahre mühevoll entwickelt worden war, bei Händlern und Kunden wohl ankommen würde. Das Echo war, vorsichtig ausgedrückt, verhalten. „Niemand hatte von Patek eine so moderne Uhr erwartet“, erinnert sich Stern. Noch dazu war die Uhr, die in einer modernen Korkbox präsentiert wurde, teurer als viele Golduhren. War der junge Manager zu weit gegangen?

Kapitel IV

Eine gute Idee muss reifen

U m es vorwegzunehmen, die Geschichte geht gut aus, da die Familie Stern ihrem visionären Sohn vertraute. 1977, ein Jahr nach Lancierung der Nautilus, wurde dieser zum Generaldirektor ernannt. Philippe Stern ging nun mit dem Modell in die Offensive und bewarb die elegante Taucheruhr mit dem Claim: „They work as well with a wet suit as they do with a dinner suit.“ Er machte die Stahluhr salonfähig. Und bewies dabei großes kaufmännisches Geschick.

Langsam und mit großer Sorgfalt, die heute nur noch wenigen Familienunternehmen zu eigen ist, entwickelte Stern aus der Nautilus eine richtige Uhrenfamilie. Sammler wurden auf das Modell aufmerksam und nannten die Uhr liebevoll „Jumbo“. Und während man im Jahr 1989 das 150. Firmenjubiläum mit der kompliziertesten mechanischen Uhr der Welt krönte, arbeitete Philippe Stern schon an der nächsten Generation.

Die Werbeplakate von Patek Philippe verbildlichen die spannende Geschichte der Nautilus.

Kapitel V

Qualität ohne Kompromisse

A nfang der siebziger Jahre versuchten viele Uhrenfirmen, bei den sich extrem schnell ausbreitenden Quarzuhren mitzuhalten. Philippe Stern war vom Gegenteil überzeugt: „Die Nautilus sollte eine mechanische Uhr bleiben.“ Ultraflache Werke wie in der ersten Generation waren damals eher unüblich, und unter Hochdruck begann man eigene, flache Automatikwerke zu entwickeln. Parallel gab er gleich mehrere bahnbrechende Uhrwerke in Auftrag, darunter das besonders komplexe Kaliber 240 mit Mikrorotor, das zum 30. Geburtstag der Nautilus im Jahr 2006 erstmals Einzug in deren Gehäuse fand, ebenso wie das extrem präzise Automatikwerk Kaliber 324SC. 2009 übergab Präsident Philippe Stern das Zepter an seinen Sohn Thierry als neuen Firmenpräsidenten. Dessen Frau Sandrine arbeitet als Chefdesignerin im Unternehmen.

Werkschau

Mit dem Chronographenwerk CH28-520 C aus eigener Fertigung krönt Patek Philippe die Werkfamilie der Nautilus. Das Uhrwerk mit massivem 21-karätigen Goldrotor wählte der Firmenpräsident nicht zufällig für die auf 1300 Exemplare limitierte Jubiläumsuhr aus: Schon den 30. Geburtstag vor zehn Jahren beging man mit einem ersten Uhrwerk mit Stoppfunktion. Das neue Werk geht allerdings einen Schritt weiter und verfügt über eine Flyback-Funktion, bei der man während laufender Messung den Stoppvorgang erneut starten kann. Die Schaltvorgänge steuert ein aufwendiger Säulenrad-Mechanismus mit vertikaler Kupplung. Neben der von Patek Philippe entwickelten Gyromax-Unruh, besteht die Spiromax-Spirale aus der amagnetischen, alterungsbeständigem Siliziumlegierung Silinvar. Das Werk mit schnell-springendem Datum besteht aus 327 Teilen und verfügt über eine Gangreserve von bis zu 55 Stunden.

40 Jahre —
Die Geschichte einer Ikone

  1. 1976 — 3700/1A

    Das Urmodell der Nautilus wird 1976 vorgestellt. Die Referenz 3700/1A mit ihrem 42 Millimeter großen Stahlgehäuse bleibt bis 1990 im Programm. Erkennbar ist sie am fehlenden Sekundenzeiger.

  2. 1980 — 4700/51J

    1980 wird eine Damenversion der Nautilus mit der Referenz 4700/51J vorgestellt. In dem 27 Millimeter großen Goldgehäuse arbeitet ein Quarzwerk.

  3. 1981 — 3800/1A

    Im Jahr 1981 kommt die Nautilus in einer Midsize-Größe auf den Markt. Das Modell misst nur noch 37,5 Millimeter im Durchmesser. Die Referenz 3800/1A treibt das eigens entwickelte Kaliber 335 SC an. Erkennbar ist die Uhr an der neuen Zentralsekunde. Es werden einige wenige Modelle in Platin gebaut (Referenz 3700/1P).

  4. 2006 — 5711/1A

    Zum 30. Jubiläum im Jahr 2006 werden gleich mehrere wichtige Änderungen an der Nautilus vorgenommen: Das nun dreiteilige Gehäuse wird mit einem Glasboden ausgerüstet. Durch ihn kann man der größten Veränderung beim Arbeiten zusehen: In der Referenz 5711/1A arbeitet nun erstmals das komplett aus eigener Fertigung stammende, extrem ganggenaue Uhrwerk mit Mikrorotor, das Kaliber 324 SC.

  5. 2006 — 5980/1A

    Die noch größere Sensation war aber im gleichen Jahr die Vorstellung des ersten Chronographen der Nautilus-Familie mit der Referenz 5980/1A.

  6. 2006 — 5712/1A

    Auch das Mondphasenmodell (Ref. 5712/1A) und das Midsize-Modell (5800/1A) erfahren Veränderungen im Gehäuseaufbau und bei den Werken.

  7. 2009 — 7011/1G

    Für das Design des neuen Damenmodells von 2009, das nun über einen größeren Gehäusedurchmesser von 32 Millimeter verfügt, war die Chefdesignerin Sandrine Stern verantwortlich. Erstmals sind Diamanten auf einer Nautilus zu sehen, und zwar auf der Lünette.

  8. 2012 — 5726/A

    Nachdem 2010 erstmals eine Jahreskalenderversion mit Lederarmband vorgestellt wurde (Referenz 5726A), folgte 2012 diese praktische Funktion an einer Uhr mit Stahlarmband (Referenz 5726/1A)

  9. 2014 — 5990/1A

    2014 werden zwei beliebte Funktionen, eine Travel-Time-Funktion und ein Chronograph, erstmals in einer Nautilus-Familie verwirklicht. Die Referenz 5990/1A „Travel Time“ ist bis dato die komplizierteste Nautilus: Sie sorgt mit ihrem einzigartigen Zeitzonenmechanismus sowie Tag- und Nachtanzeige für Aufsehen. Gleichzeitig handelt es sich bei der Uhr um einen aufwendigen Chronographen.

  10. 2015 — 7118/1A

    2015 folgte das erste Damenmodell mit hauseigenem Automatikwerk und ohne Diamanten in Stahl.

  11. 2016 — 5976/1G

    Vom Jumbo zum Big Jumbo: Zum 40. Geburtstag wächst das Gehäuse der Nautilus: Erstmals wird der Chronograph der Referenz 5976/1G in einem 44 Millimeter großen Weißgoldgehäuse vorgestellt. Die Uhr, erkennbar an einem besonderen Zifferblatt mit dem Schriftzug „1976 - 40 - 2016 “, ist auf 1300 Exemplare limitiert.

  12. 2016 — 5711/1P

    Extrem rar: Ebenfalls zum 40. Geburtstag erscheint eine streng limitierte Auflage von 700 Exemplaren einer Platinversion, traditionell bei Sammlern sehr beliebt. Die Referenz 5711/1P ist neben dem Jubiläumsschriftzug auch an den aufgesetzten Diamantindizes statt der klassischen Leuchtziffern zu erkennen. So wird aus der großen Uhr von einst eine dezent elegante Sportuhr des 21. Jahrhunderts.

Kapitel VI

Fit für die Zukunft

A ls eine der letzten familiengeführten Schweizer Manufakturen hat Patek Philippe das große Glück, Produkte über Jahrzehnte entwickeln und verfeinern zu können. Ein Privileg, dessen sich der heutige Firmenpräsident Thierry Stern und seine Frau bewusst sind. Die Familie widersteht allen Versuchungen von kurzlebigen Trends. So feierte Thierry Stern, der selber einst zum 18. Geburtstag von seinem Vater eine Nautilus geschenkt bekam, den 40. Geburtstag der Ikone dezent: Die zwei Jubiläumsmodelle erinnern mit ihren blauen Zifferblättern äußerlich zunächst stark an das Modell von 1976. Aber bei Patek Philippe muss man immer genauer hinsehen. So versah Sandrine Stern, die schon 2009 mit der überarbeiteten Damenlinie einen Riesenerfolg erzielte, die Zifferblätter der Jubiläumsuhren anstelle der klassischen Leuchtindizes mit stabförmigen Diamanten. Dass die Uhr eben bis heute nicht nur zum Taucher- ,sondern auch zum Abendanzug passt, wie einst die Werbung versprach, darauf verweisen auch die gewählten Gehäusematerialien: Beide Modelle gibt es nicht in Stahl, sondern nur in Weißgold und Platin.

Sandrine Stern
Sandrine Stern ist Chefdesignerin bei Patek Philippe.

Thierry Stern
Thierry Stern führt das Unternehmen in
der vierten Generation der Familie Stern.

Für weitere Informationen besuchen Sie uns unter: Patek.com

Eine Content Marketing-Lösung der F.A.Z. Media Solutions Manufaktur.
Für PATEK PHILIPPE.

Quelle: Patek Philippe

Veröffentlicht: 08.12.2016 15:01 Uhr