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Geld vom Staat : In neun Schritten zum optimalen Förderprogramm

Bild: unsplash

Die Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit zur digitalen Transformation im Mittelstand noch einmal verstärkt. Zudem müssen die Unternehmen ihre Geschäftsmodelle nachhaltiger aufstellen, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. Dabei können staatliche Fördermittel helfen.

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          Auch nach dem Ende der Corona-Krise werden staatliche Fördermittel eine wichtige Rolle in der Unternehmensfinanzierung spielen – davon geht fast ein Drittel der Finanzentscheider in mittelständischen Unternehmen in Deutschland aus. So das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von F.A.Z. Business Media | research und der DZ BANK. 33 Prozent der befragten Geschäftsführer und Finanzverantwortlichen gaben zudem an, Fördermittel bis 2023 verstärkt nutzen zu wollen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

          Und davon gibt es einige: Um ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, müssen sich zahlreiche mittelständische Unternehmen einem umfassenden Transformationsprozess stellen. Die größten Treiber dieser Entwicklung sind sicher die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit. „Dabei verfolgen die Firmen sehr unterschiedliche Ziele: Während es für einige Unternehmen um die Sicherung der eigenen Existenz geht, haben andere eher die Erschließung neuer Märkte im Blick“, berichtet Tobias Robbe, Fördermittelberater bei der DZ BANK.

          Je vielfältiger die Bedarfe der Mittelständler sind, desto zahlreicher sind die staatlichen Förderprogramme. Entsprechend anspruchsvoll ist die Suche nach den jeweils passenden Programmen und den jeweils optimalen Finanzierungskonzepten. Eine Hilfestellung geben die Fördermittelexperten der DZ BANK in diesem Leitfaden in neun Schritten:

          1. Analyse des Unternehmens
            Am Beginn jedes Transformationsprozesses steht die Bestandsaufnahme, bei der als Grundlage aller weiteren Überlegungen das eigene Unternehmen im Mittelpunkt steht. An welchem Punkt des Unternehmenszyklus befindet sich die Firma? Wie stellt sich die wirtschaftliche Situation dar? Darüber hinaus muss die Geschäftsführung die Frage beantworten: Welche Transformationsziele verfolgt das Unternehmen? Erste Impulse kommen dabei oft durch den regelmäßigen Austausch zustande, den die Experten der DZ BANK mit ihren mittelständischen Kunden pflegen.
             
          2. Analyse des Vorhabens
            In diesem Schritt geht es darum, die Ziele des Projektes zu definieren und grundlegende Parameter wie Umfang und Dauer abzugrenzen. Stehen Investitionen in den Ausbau der Kapazitäten im Vordergrund, die Digitalisierung von Betriebsstätten oder eine Produktdiversifizierung? Schon in diesem frühen Stadium ist es wichtig, den Blickwinkel potentieller Fördermittelgeber einzunehmen und zu prüfen: Welche Ziele verfolgen die Geldgeber, und welchen Fördermitteltrends lässt sich das geplante Vorhaben zuordnen? Auch die als Nächstes anstehenden Schritte – etwa die Einbeziehung eines Fördermittelberaters oder weiterer Experten – sollten geplant werden.
             
          3. Details ausarbeiten
            Neben einer ersten groben Selektion möglicher Förderprogramme geht es in dieser Phase darum, in Folgegesprächen die Details des Projektes auszuarbeiten. Dabei hilft den Unternehmen das breit aufgestellte Netzwerk der Fördermittelexperten der DZ BANK. „In einem Fall benötigte ein Kunde eine neue Kälteanlage und stand nun vor der Frage: Welche Technik schaffe ich am besten an?“, berichtet Tobias Robbe. „Dafür brauchten wir externe Expertise.“ Deswegen gehören zu den Netzwerkpartnern neben Energieberatern und IT-Experten auch Ingenieure.
             
          4. Konzeption des Fördervorhabens
            „Mit der Unterstützung unserer Partner – zu denen je nach Projekt auch Architekten oder F&E-Berater gehören können – ist als Nächstes eine Kosteneinschätzung auf der Basis konkreter Angebote notwendig, um den Finanzierungsbedarf zu ermitteln“, erklärt Martin Kleimann, Gruppenleiter Vertrieb öffentliche Förderung bei der DZ BANK. „In der Fördermittelberatung sind wir nicht nur Banker, sondern auch Koordinatoren.“ Die Bedeutung dieser Rolle ist nicht zu unterschätzen. Schließlich geht es darum, die richtigen Partner zusammenzubringen und zugleich sicherzustellen, dass am Ende alle Fristen für den Fördermittelantrag eingehalten werden.
             
          5. Finanzierungsstruktur festlegen
            „Der Finanzierungsbedarf der Unternehmen ist sehr unterschiedlich“, berichtet Fördermittelberater Tobias Robbe. „Während einige über ausreichend Liquidität verfügen und für sie in erster Linie ein Zuschuss interessant ist, hängt für andere die Umsetzung eines Projektes an der Verfügbarkeit von ausreichend Fremdkapital.“ Neben vergünstigten Krediten spielt hierbei auch die Frage nach der Übernahme von Garantien durch die fördernden Institutionen eine wichtige Rolle, da diese Garantien eine Finanzierung oft erst ermöglichen.
             
          6. Kommunikation
            Um unnötigen Aufwand für die Unternehmen und alle anderen Beteiligten zu vermeiden und die Chancen auf einen positiven Bescheid zu maximieren, kommunizieren die Experten der DZ BANK frühzeitig mit dem Fördergeber – zum Beispiel der KfW oder den Förderinstituten der Bundesländer. Dabei können sie Unklarheiten zu den konkreten Anforderungen an förderfähige Projekte ebenso klären wie Fragen zur genauen Form der geforderten Nachweise und Dokumentationen. „So lässt sich bereits im Vorfeld abklären, ob Unternehmen im Einzelfall die Förderhöchstgrenze unter bestimmten Bedingungen überschreiten können oder wie sich andere Sonderkonstellationen regeln lassen“, erklärt Tobias Robbe von der DZ BANK.
            „Wichtig ist dabei auch die gemeinsame Abwägung zwischen dem Aufwand, den ein Förderantrag mit sich bringt, und dem Nutzen, den die Förderung dem Unternehmen bietet“, sagt Martin Kleimann.
             
          7. Antragstellung
            Anschließend startet der Fördermittelberater den Prozess der Antragstellung, den die Mitarbeiter der DZ BANK sehr eng begleiten. Sie stehen jederzeit bereit, um eventuelle Rückfragen zu klären, halten den Mittelständler stets über den aktuellen Status des Prozesses auf dem Laufenden und holen am Ende die Zusage des Fördergebers ein. 
             
          8. Umsetzung
            Ist die Förderzusage endlich da und hat die Prüfung ergeben, dass alle Parameter der Planung entsprechen, biegt das Vorhaben auf die Zielgerade ein. Nächster Schritt: Unternehmen müssen die mit der Förderung verbundenen Verpflichtungen umsetzen. Und wenn das Projekt eine Kreditfinanzierung durch die DZ BANK vorsieht, setzt das Institut die entsprechenden Verträge auf.
             
          9. Abruf der Fördermittel
            Je nach Zeitplan des Projektes kann es für das Unternehmen sinnvoll sein, erste Maßnahmen bereits über die Bank vorzufinanzieren – noch bevor die ersten Fördergelder fließen. So können Unternehmen zum Beispiel eine neue Produktionshalle rechtzeitig fertigstellen oder neue IT-Systeme installieren. Das Unternehmen muss dabei den Einsatz der Mittel penibel dokumentieren, um ihn gegenüber dem Fördergeber nachweisen zu können – unabhängig davon, ob die Förderung als vergünstigter Kredit, Zuschuss oder Garantie gewährt wurde. Hierbei und nach Abschluss des Projektes stehen die Fördermittelexperten der DZ BANK ihren Kunden beratend und unterstützend zur Seite.

          Welche unterschiedlichen Fördertöpfe es gibt und welche Vergünstigungen sie bieten, lesen Sie im Artikel „Orientierung im Förderdschungel“.

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