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Exportfinanzierung : Der Anspruch: Für jeden eine Lösung finden

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Bild: Blue Planet Studio – stock.adobe.com

Gestiegene Unsicherheit und ein hoher Liquiditätsbedarf kennzeichnen das Geschäft vieler Exporteure. Die DZ BANK unterstützt Konzerne ebenso wie Mittelständler dabei, diese Herausforderungen zu meistern.

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          Nachdem der deutsche Außenhandel im Frühjahr 2020 im Zuge der Corona-Pandemie eingebrochen ist, haben sich die Exporte inzwischen deutlich erholt. Die Ausfuhren lagen lt. vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Juli 2021 wieder leicht über dem Vorkrisenniveau von Februar 2020. Positive Nachrichten kommen vor allem aus dem Maschinenbau: Um stolze 37 Prozent hat der Auftragseingang aus dem Ausland von Januar bis Juli 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugelegt, so die aktuellen Zahlen des Branchenverbandes VDMA. Dennoch bleiben die Aussichten für die Weltwirtschaft unsicher, und der Liquiditätsbedarf ist nach wie vor bei vielen Unternehmen hoch.

           „Die Zahl der Insolvenzen und damit die der Zahlungsausfälle sind durch die Pandemie in zahlreichen Abnehmerländern deutlich gestiegen. Die Forderungsausfälle haben so die Liquiditätspuffer zahlreicher deutscher Exporteure zusehends schrumpfen lassen“, erklärt Ralph Lerch, Leiter Exportfinanzierung bei der DZ BANK. „In den zurückliegenden Jahren haben deutsche Unternehmen ihren Kunden im Ausland häufig lieber Zahlungsziele und damit einen Lieferantenkredit gewährt, als für ihre Bankguthaben Negativzinsen zu bezahlen. Heute versuchen die Unternehmen jedoch, so schnell wie möglich an das Geld zu kommen“, berichtet Ralph Lerch. „Bei allen Unsicherheiten und Herausforderungen gibt es für alle Unternehmensgrößen Lösungen, um sich im Auslandsgeschäft vor Zahlungsausfällen zu schützen“, ergänzt Ralph Lerch

          Unsicherheit drückt auf die Investitionsneigung

          Trotz der inzwischen positiveren Aussichten hat die Pandemie der deutschen Exportindustrie schwer zugesetzt. Daher hat die Bundesregierung im Juni 2021 ihr Maßnahmenpaket zur Stärkung der deutschen Exportwirtschaft in der Corona-Pandemie um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängert. Das Paket enthält in erster Linie Erleichterungen für die staatlichen Exportkreditgarantien des Bundes. Der Impuls dafür geht auf eine gemeinsame Initiative von exportorientierten Unternehmen, führenden Exportfinanzierungsbanken, unter anderem der DZ BANK, sowie der Euler Hermes Kreditversicherungs AG, die im Auftrag des Bundes die Exportförderinstrumente betreut, zurück.

          „Die größte Breitenwirkung hat dabei die Öffnung der Hermesdeckungen für Geschäfte mit kurzfristigen Zahlungsbedingungen in Industriestaaten“, schätzt Ralph Lerch. Unter normalen Bedingungen würde es sich bei solchen Geschäften um sogenannte „marktfähige Risiken“ handeln, welche die private Versicherungswirtschaft abdeckt. „Doch der private Markt ist in der Krise eingebrochen und noch nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau angekommen“, berichtet der DZ-BANK-Experte.

          Steigender Bedarf nach Finanzierungen mit staatlicher Absicherung

          Eine Hermesdeckung wird dann interessant, wenn im Zielland mittel- bis langfristige Finanzierungen von lokalen Banken nur schwer zu bekommen sind. Denn dann stellt ein abgesicherter Bestellerkredit der Bank des Exporteurs einen zusätzlichen Kaufanreiz dar. Zugleich braucht das inländische Unternehmen keine Zahlungsziele zu gewähren, was bei ihm Liquidität freisetzt. „Der Bedarf an Finanzierungen mit staatlicher Absicherung hat in den letzten Monaten erheblich zugenommen“, sagt der Leiter der Exportfinanzierung der DZ BANK.

          Um die steigende Nachfrage nach kleinvolumigen Exportfinanzierungen für die Firmenkunden der Genossenschaftlichen FinanzGruppe bedienen zu können, nutzt die DZ BANK seit Kurzem auch das Portal SmaTiX der AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH. Das Online-Portal ist eine vollautomatisierte, digitale Antragsstrecke für standardisierte Bestellerkredite mit Auftragswerten zwischen einer und zehn Millionen Euro bzw. US-Dollar und Laufzeiten ab drei Jahren. In Zusammenarbeit mit der AKA erhalten Exporteure - nach der Eingabe von nur wenigen Eckdaten zum Exportgeschäft – schnell ein digital generiertes, verlässliches Finanzierungsangebot zur Weiterleitung an ihre Kunden im Ausland.

          Weitere Lösungen für Unternehmen, um sich im Auslandsgeschäft vor Zahlungsausfällen zu schützen, sind unter anderem das Akkreditiv oder die Forfaitierung. Beim Dokumentenakkreditiv handelt es sich um ein Zahlungsversprechen der Bank des Importeurs zugunsten des Exporteurs. Die Bedingung dafür: Der Exporteur legt bestimmte Dokumente vor, mit denen er die Übergabe der Ware an ein Transportunternehmen bzw. deren Versand dokumentiert.

          Auch mittelständische Firmen profitieren vom Forderungsankauf

          Die Forfaitierung funktioniert hingegen ähnlich wie das Factoring. Bei der Forfaitierung kauft eine Bank die Forderungen des Exporteurs an und stellt ihm somit Liquidität zur Verfügung. Zudem übernimmt das Institut damit das Ausfallrisiko. Gerade im Maschinenbau ist die Forfaitierung ein gern genutztes Instrument, da sie sich in der Regel auf eine einzelne große Forderung bezieht. Außerdem kann das Zahlungsziel der angekauften Rechnung nicht – wie beim Factoring – nur wenige Monate, sondern mehrere Jahre betragen. „Die Nachfrage für unsere Forderungsankaufprogramme ist durch die Pandemie deutlich gestiegen“, berichtet Ralph Lerch von der DZ BANK.

          Um von diesen Programmen profitieren zu können, müssen Unternehmen nicht gleich Einzelaufträge im Wert von vielen Millionen Euro einwerben. „Im Mittelstand ist das Geschäft naturgemäß oft relativ kleinteilig. Unser Ziel ist es, für jeden Fall eine Lösung zu finden“, macht Ralph Lerch den Anspruch der DZ BANK deutlich.       

          Für sein Engagement bei der Exportfinanzierung wurde das genossenschaftliche Institut kürzlich mit der Auszeichnung „Most Improved Export Finance Bank 2020“ geehrt. TXF Media, der international führende Informations- und Datenanbieter für Exportfinanzierungen, kürt mit diesem Titel jedes Jahr diejenigen Banken und Exportkreditversicherer, die besondere Leistungen erbracht haben. Befragt werden dafür leitende Finanzierungsexperten exportorientierter Unternehmen weltweit, die zu den regelmäßigen Nutzern von staatlich abgesicherten Exportfinanzierungen gehören.

          „Die Auszeichnung ist eine tolle Bestätigung für unsere vielseitigen Aktivitäten zur Unterstützung von großen, international tätigen Unternehmen, aber auch klassischen mittelständischen Firmen“, sagt Ralph Lerch, nicht ohne Stolz.

          V.i.S.d.P.: Martin Roth, DZ BANK, Platz der Republik, 60325 Frankfurt am Main

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